Stille Nacht – traurige Nacht: Weihnachten hinter Gittern auf Kuba

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Maria und Janie Frómeta kämpfen für die Freilassung ihres Vaters. Foto: Dirk Sukow
Datum: 24. Dezember 2021
Uhrzeit: 00:11 Uhr
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Autor: Redaktion
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Stille Nacht, traurige Nacht: Viele Familien weltweit verbringen die nahende Weihnachtszeit ohne ihre Angehörigen, die unschuldig im Gefängnis sitzen. Sie wurden verhaftet, weil sie sich für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt und auf Missstände im Land aufmerksam gemacht haben. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erinnert an das Schicksal der politischen Gefangenen und Glaubensgefangenen, die während der Weihnachtstage in Ländern wie Kuba, Iran, China, Türkei oder Belarus unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert sind und fordert deren sofortige Freilassung. „Für viele Familien der politischen Gefangenen ist es besonders schlimm, Weihnachten von ihren Angehörigen getrennt zu sein und nicht zu wissen, wie es ihnen geht oder wann sie sich wieder in die Arme schließen können. Es ist ein Skandal, dass zum Beispiel in Kuba und Iran immer noch Doppelstaatler wie Luis Frómeta Compte oder Nahid Taghavi inhaftiert sind und als Faustpfand der Regime für Verhandlungen genutzt werden“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. Die IGFM und die Politischen Paten weisen stellvertretend für alle politischen Gefangenen und Glaubensgefangenen auf einige Schicksale hin (auch wenn verständlicherweise nicht alle Weihnachten feiern).

Kuba sperrt Regimekritiker und einfache Bürger systematisch weg

Luis Frómeta Compte ist einer von rund tausend Festgenommenen der landesweiten Proteste auf Kuba am 11. Juli 2021. Der Deutsch-Kubaner, der seinen Lebensmittelpunkt seit Jahrzehnten in Dresden hat, war zu der Zeit zu Besuch bei Verwandten und filmte die Demonstrationen für private Zwecke mit seinem Smartphone. Seitdem befindet er sich im Gefängnis – mittlerweile im „Combinado del Este”. Die Staatsanwaltschaft fordert für ihn nun 24 Jahre Haft wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und „Anstiftung zum Aufruhr“. Auch der bekannte kubanische Bürgerrechtler und Gründer der Demokratiebewegung UNPACU, José Daniel Ferrer-García, befindet sich seit dem 11. Juli 2021 in Santiago de Cuba wieder einmal in Haft. Dieses Mal wird ihm „öffentliche Unruhe” und „Aggression” vorgeworfen werden. Ferrer galt nach seiner Verhaftung fast drei Monate als vermisst.

Der Regimekritiker Felix Navarro wurde am 12. Juli 2021 festgenommen, weil er sich am Tag zuvor auf der Polizeistation nach seinen Parteikollegen erkundigt hatte, die während der Proteste vom 11. Juli festgenommen worden waren. Aktuell wird er im Gefängnis „Combinado del Sur” in Matanzas festgehalten, ihm drohen 15 Jahre Haft. Navarro erkrankte in Haft an Covid 19.

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