Traditioneller Karneval in Rio de Janeiro abgesagt

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Zum Karneval in Rio pilgern bis zu sieben Millionen Besucher in die Metropole unter dem Zuckerhut, darunter 1,5 Millionen Touristen aus dem In- und Ausland (Foto: ESTADÃO CONTEÚDO)
Datum: 05. Januar 2022
Uhrzeit: 12:19 Uhr
Ressorts: Brasilien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Aufgrund der gesundheitlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie wird der traditionelle Karneval der Stadt Rio de Janeiro das zweite Jahr in Folge nicht auf den Straßen der Stadt stattfinden. Der Bürgermeister der Stadt, Eduardo Paes, führt dies auf die Komplexität der Organisation der Veranstaltung zurück, insbesondere angesichts des Pandemieszenarios in der Stadt und der Übertragung des Omicron-Stammes des Coronavirus. Das Stadtoberhaupt schlug jedoch vor, die Veranstaltungen an andere Orte in der Stadt zu verlegen, um die Sicherheitsmaßnahmen und die Kapazitätskontrolle zu vereinfachen, z. B. in den Olympiapark oder den Madureira-Park, was jedoch von den lokalen Veranstaltern abgelehnt wurde.

Trotzdem wurde bestätigt, dass die Paraden der Sambaschulen im Sambódromo de Sapucaí stattfinden werden, da man der Meinung ist, dass es dort „einfacher“ ist, den Zugang zu kontrollieren. „Der Straßenkarneval ist anders als der Karneval im Sambadrom. Straßenkarneval erfordert Planung, es gibt fast fünfhundert Blöcke und die Zeit für Entscheidungen ist knapp. In Sapucaí werden wir Karneval feiern“, erklärte Paes. Ende November letzten Jahres gaben bereits mindestens achtundfünfzig brasilianische Städte im Bundesstaat Sao Paulo gemeinsam bekannt, dass die Karnevalsfeiern in diesem Jahr aufgrund der gesundheitlichen Situation infolge der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden.

Dies ist das zweite Jahr in Folge, in dem Botucatu, Sorocaba, Poá und Suzano die großen Straßenfeste abgesagt haben. „Es wurde einstimmig beschlossen, dass die Städte den Karneval aus Respekt vor den Opfern von COVID-19 und aus Angst vor einer neuen Welle des Coronavirus nicht abhalten werden“, betonte der Bürgermeister der Stadt Guariba, Celso Romano. In der Stadt Sao Paulo haben die Behörden einen Zeitplan aufgestellt, während andere Städte wie Recife, Salvador, Rio de Janeiro und Belo Horizonte einen Ausschuss einrichten wollen, der in dieser Angelegenheit Entscheidungen treffen soll.

Die brasilianischen Behörden bestätigten am Montag (3.) die ersten Fälle von Flurona, einer gleichzeitigen Infektion mit Coronaviren und Influenza. Damit ist Brasilien das erste Land in Lateinamerika, das diese Art von Doppelinfektion im Rahmen der Pandemie meldet.

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