Ungeimpfte füllen die Krankenhäuser in Paraguay

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Das Gesundheitsministerium wird am kommenden Montag (31.) damit beginnen, Kinder zwischen fünf und elf Jahren im Rahmen des Programms zur sicheren Rückkehr in die Schule zu impfen (Foto: mspbs)
Datum: 28. Januar 2022
Uhrzeit: 14:09 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Krankenhäuser in Paraguay sind wieder einmal mit Covid-19-Patienten überfüllt. Waren es Anfang Januar noch knapp über einhundert, so sind es am Ende des Monats mehr als eintausend. Seit einigen Wochen warnen die Ärzte vor einem neuen kritischen Szenario aufgrund von Covid-19-Infektionen. Seit Ende 2021 ist ein anhaltender Anstieg der durch die Omicron-Variante verursachten Fälle zu verzeichnen. Aus dem jüngsten epidemiologischen Bericht des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass derzeit 1.001 Personen aufgrund von Komplikationen des Coronavirus in verschiedenen Krankenhäusern behandelt werden. Von der Gesamtzahl befinden sich einhundertsechsundsiebzig Patienten auf der Intensivstation.

Die Ungeimpften und diejenigen, die die zweite Dosis nicht erhalten haben, bevölkern weiterhin die Krankenhausstationen und sind für den Anstieg verantwortlich. Aus dem Bericht geht hervor, dass von den Patienten auf der Intensivstation zweiundachtzig nicht geimpft sind und dreiunddreißig unvollständige Impfungen haben. Das letzte Mal, dass der südamerikanische Binnenstaat die Zahl von eintausend hospitalisierten Patienten erreicht hat, war im August 2021, auf dem Höhepunkt der zweiten Welle der Krankheit.

Paraguay erlebt derzeit die dritte Infektionswelle der Krankheit, die durch das Vorhandensein der Omicron-Variante gekennzeichnet ist und in weniger als einem Monat zur Ansteckung von mehr als fünfzigtausend Menschen geführt hat. Das Gesundheitsministerium wird am kommenden Montag (31.) damit beginnen, Kinder zwischen fünf und elf Jahren im Rahmen des Programms zur sicheren Rückkehr in die Schule zu impfen. Die geringe Zahl der Kinder, die zur Impfung angemeldet werden, gibt jedoch Anlass zur Sorge. Experten gehen deshalb davon aus, dass in den kommenden Wochen über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert wird.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    evi

    Und die 61 Geimpften die aus dieser Rechnung auf den Intensivstationen liegen werden einfach nicht weiter erwähnt. Was soll eine „Impfung“ bringen, wenn 1/3 der Intensivpatienten vollständig geimpft sind, zumal die Impfquote in Paraguay angeblich nicht all zu hoch ist. Eigentlich dürften dort dann keine „Geimpften“ liegen. Oder versteh ich das alles nicht richtig?

    • 1.1
      Peter61

      Hallo Evi,
      es ist richtig das du das nicht richtig verstehst und die Zahlen unverstanden interpretierst.
      Wenn 1/3 der Intensiv geimpft sind, muss die Zahl ins Verhältnis der Gesamtinfizierten gestellt werden. Dann relativiert sich das Ganze, auch in Paraguay ist ein Großteil der Bevölkerung geimpft, umso dramatischer ist es wenn in Krankenhäuser von den wenig ungeimpften der Anteil 2/3 beträgt.
      Und natürlich werden alle Zahlen erwähnt, können überall recherchiert und nachgelesen werden.
      Wenn 100 % geimpft sind kann es nur noch Geimpfte in den Krankenhäuser geben, aber dies werden nur sehr wenige sein, das Gesundheitssystem ist nicht mehr überlasstet.
      Es passieren auch mit „Gurtpflicht“ im Auto noch Unfälle mit Todesfälle.
      Und einen 100 % Schutz kann auch die Impfung nicht gewährleisten.
      Hoffe ich konnte ein Wenig Licht ins Dunkle bringen …..
      Liebe Grüße Peter

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