Uruguayische Regierung startet Programm zur Ausbildung von Marihuana-Produzenten

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In Uruguay gibt es vor allem im Norden und im Süden Anbaugebiete (Foto: Governo)
Datum: 03. Februar 2022
Uhrzeit: 18:46 Uhr
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Autor: Redaktion
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Das Nationale Institut für Beschäftigung und Berufsbildung in Uruguay „Instituto Nacional de Empleo y Formación Profesional en Uruguay“ hat im Rahmen seines agroindustriellen Ausbildungsbereichs ein Ausbildungsprogramm für die Verwaltung/Behandlung von Hanfblüten gestartet. Es richtet sich an Personen, die sich für den Cannabisproduktionssektor des Landes interessieren. Hanfblüten sind die Früchte des Industriehanfs vom Typ Cannabis Sativa, einer Unterart der Cannabispflanze. Sie werden auch als Hanfknospen oder CBD-Blüten bezeichnet. Derzeit enthält Industriehanf weniger als 0,3 Prozent THC, die psychoaktive Substanz in Marihuana.

„Der Kurs richtet sich an volljährige Personen, die sich auf Erntearbeiten konzentrieren oder diese bereits durchgeführt haben. Während des Kurses werden sie die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um die Aufgaben der Handhabung der Hanfblüte während des Anbaus und der Ernte auszuführen“, erklärte das Nationale Beschäftigungsinstitut in einer Mitteilung. Der Kurs ist Teil eines interinstitutionellen Projekts, das die Wertschöpfungskette von Hanf analysiert, erklärte die zuständige Technikerin Silvia Camacho. Da die Hanfblütenproduktion in Uruguay zu einhundert Prozent für den Export bestimmt ist, „müssen die Unternehmen sicherstellen, dass alle ihre Prozesse den Qualitätsanforderungen der internationalen Märkte entsprechen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass die Arbeitnehmer, die Ernte- und Nacherntearbeiten durchführen, über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, um diese Arbeiten gemäß den Anforderungen der Normen durchzuführen“.

Dieser Sektor schafft in Uruguay mehr als eintausend direkte Arbeitsplätze, und „zur Erntezeit steigt die Zahl erheblich“. Laut Camacho sind mehr als einhundertzwanzig Unternehmen mit dem Hanfblütengeschäft verbunden. Achtzig Prozent von ihnen sind kleine und mittlere Unternehmen, die 2019 mit dem Export begonnen haben. Seitdem wurden Auslandsumsätze von mehr als 7,5 Millionen US-Dollar pro Jahr verzeichnet. Aus der Sicht der Arbeitnehmer stehen die Berufe, die sich aus dem Anbau und der Industrialisierung ergeben, vor der Tür der wachsenden Anforderungen des Sektors, die vielversprechende Beschäftigungsperspektiven für die Zukunft bieten.

In Uruguay gibt es vor allem im Norden und im Süden Anbaugebiete, wobei die Departements Salto (Norden) und Canelones (Süden) diejenigen sind, in denen es mehr Unternehmen gibt, die sich diesem Thema widmen. Aus diesem Grund wird der Kurs zunächst in diesen beiden Abteilungen stattfinden. In der ersten Phase sollen in jedem Gebiet sechzig Arbeitnehmer ausgebildet werden, also insgesamt einhundertzwanzig Personen. Es ist geplant, die Anzahl der verfügbaren Gruppen entsprechend der Nachfrage nach Schulungen zu erhöhen. Das Programm dauert vier Wochen und umfasst zwei zweieinhalbstündige Kurse pro Woche. Für Anmeldungen oder weitere Informationen wenden sich Interessierte bitte an das Technische Zentrum in Las Piedras (+59891669698), in Pando (+5989978484822) oder per E-Mail an canelones@inefop.org.uy.

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