São Paulo: Open-Air-Kunstgalerie „inmitten des Elends“

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Im Jahr 2009 begannen die bunten Graffiti mit dem Projekt "Favela Galeria" (Fotos: Rovena Rosa/Agência Brasil)
Datum: 07. Februar 2022
Uhrzeit: 18:45 Uhr
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Autor: Redaktion
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Eine Open-Air-Kunstgalerie „inmitten des Elends“. So beschreibt der Rapper „Catata Crazzy“, getauft auf den Namen Ezequias Cardoso (34) die Gemeinschaft, in der er lebt. Im Jahr 2009 begannen die bunten Graffiti mit dem Projekt „Favela Galeria“ die Mauern, Tore und Gassen von Vila Flávia im Stadtteil São Mateus im Osten von São Paulo zu erobern. Wenn man die Kunstwerke heute in einer geraden Linie anordnet, ergeben sie eine Gesamtlänge von mehr als drei Kilometern. „Graffiti haben die Orte belebt, auch bei mir zu Hause“, erklärt Liz Martins (43), die in der Nachbarschaft wohnt. Als ihr Haus renoviert wurde, fragte man Liz, ob sie die Wand ihres Hauses für Graffiti freigeben würde.

Sie hatte keine Zweifel. „Vor allem, weil es mitten in der Pandemie war und sie sagten, es sei eine Hommage an das Gesundheitspersonal“, erinnert sie sich. Liz ist der Meinung, dass die Peripherie in Vergessenheit geraten ist und glaubt, dass Projekte wie dieses den Menschen das Gefühl geben, „willkommen zu sein“. Catata, der an dem Projekt beteiligt ist, sagt, dass das Viertel bereits für künstlerische Aktivitäten wie Rap-Gruppen und Graffiti bekannt ist. Mit der „Favela Galeria“ werden neben den Gemälden nun auch Workshops für die Jugendlichen der Gemeinde angeboten. „Es gibt verschiedene Arten von Veranstaltungen, die hier stattfinden. Künstler, die zusammenkommen und malen und Menschen, die Kontakte knüpfen. Wenn wir Mittel aus Projekten erhalten, machen wir auch [Aktivitäten]“, betont er und fügt hinzu, dass die Idee ist, São Mateus in ein Viertel der Kunst zu verwandeln.

Catata unterstreicht, dass das Projekt in eine gemeinschaftliche und territoriale Logik eingebettet ist. „Alles, was wir tun, hat mit dem Gebiet zu tun. In dieser Zeit der Pandemie haben unsere künstlerischen Aktivitäten abgenommen, aber unsere Aktivitäten hier nicht. Wir konnten auf unsere Art und Weise und mit Hilfe von Unterstützern [die Menschen] in dieser Zeit stärken [benötigte Unterstützung, wie z. B. Lebensmittelkörbe].“

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