Costa Rica: Vierthäufigster Ecstasy-Konsum in der Welt

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Nach Angaben der IAFA haben Mediziner mehr als 1.200 neue psychoaktive Substanzen identifiziert, die im Volksmund als "Emerging Drugs" bezeichnet werden (Foto: Zoll)
Datum: 16. März 2022
Uhrzeit: 13:57 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut einer Untersuchung des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) steht Costa Rica weltweit an vierter Stelle, was die Prävalenz des Ecstasy-Konsums angeht. Dies berichtete am Mittwoch (16.) das Institut für Alkoholismus und Drogensucht (IAFA), das seine Besorgnis über die „zunehmende Herstellung von psychoaktiven Substanzen in illegalen Labors“ zum Ausdruck brachte. Nach Angaben der IAFA haben Mediziner mehr als 1.200 neue psychoaktive Substanzen identifiziert, die im Volksmund als „Emerging Drugs“ bezeichnet werden. Diese werden in geheimen Labors ohne jegliche Kontrolle aus Chemikalien, Pflanzen oder einer Kombination aus beidem hergestellt. Zu diesen Drogen gehört Ecstasy, das in sechs Ländern der Welt am häufigsten konsumiert wird: in den Vereinigten Staaten, Kanada, Belize, Costa Rica, Uruguay und Argentinien.

Dem Bericht zufolge ist der Konsum psychoaktiver Substanzen aufgrund der Stresssituationen, die die Costa Ricaner in letzter Zeit erlebt haben, gestiegen, unter anderem wegen der Covid-19-Pandemie. „Experten koinzidieren darin, dass die Pandemie zu wirtschaftlicher Not, größerer Ungleichheit, mehr Armut und größerem Stress geführt hat“, zitiert die IAFA. Die Fachleute des Instituts sind der Ansicht, dass diese Drogen hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Freizeitzwecken auf Mega-Partys konsumiert werden. Zu den wichtigsten Merkmalen dieser neuen „aufstrebenden Drogen“ gehört, dass sie „viel wirksamer, süchtig machender und tödlicher sind und sich leichter herstellen und weitergeben lassen“. Laut dem Weltdrogenbericht haben im letzten Jahr 275 Millionen Menschen auf der Welt Drogen konsumiert. Viele dieser Drogen werden auf der Suche nach Diskretion auf kreative Weise vermarktet, z. B. als Räucherstäbchen, Badesalz, Düngemittel, Forschungschemikalien, Sammlerstücke oder Legal Highs.

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