„Ecopetrol“ startet grünes Wasserstoffprojekt – Update

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Nach Umsatz ist Ecopetrol das größte Unternehmen Kolumbiens (Foto: Ecopetrol)
Datum: 21. März 2022
Uhrzeit: 14:04 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das kolumbianische Öl-, Gas- und Kohleunternehmen „Ecopetrol“ hat in seiner Raffinerie in der karibischen Stadt Cartagena sein erstes Pilotprojekt mit grünem Wasserstoff gestartet. Das zielgerichtete Vorhaben ist Teil der Strategie zur Diversifizierung von Energiequellen. Mit Hilfe eines 50-Kilowatt-Protonen-Austauschmembran-Elektrolyseurs, 270 Solarpaneelen und dem Abwasser der Raffinerie wird „Ecopetrol“ während des dreimonatigen Pilotprojekts täglich zwanzig Kilogramm hochreinen grünen Wasserstoff produzieren, der durch Wasserspaltung gewonnen wird. „Wir kündigen ein robustes Portfolio von Initiativen an, die darauf abzielen, die Wasserstoffindustrie des Landes zu entwickeln und gleichzeitig Fortschritte bei der Verringerung des Kohlenstoff-Fußabdrucks zu machen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen bis 2050 ein Unternehmen mit Null-Netto-Emissionen sein und dieses Projekt ist ein grundlegender Schritt auf unserem Weg zur Energiewende“, so Ecopetrol-Präsident Felipe Bayón in einer Erklärung.

Laut „Ecopetrol“ wird das Unternehmen bis 2040 jedes Jahr rund 140 Millionen US-Dollar investieren, so dass sich die Gesamtinvestition auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar beläuft, um emissionsfreien und emissionsarmen Wasserstoff zu produzieren. Der Konzern erklärte, dass der erzeugte Wasserstoff für den eigenen Betrieb, für kohlenstoffarme Produkte zum Verkauf in Kolumbien und im Ausland sowie für andere Zwecke verwendet werden soll. Der kolumbianische Bergbau- und Energieminister Diego Mesa erklärte gegenüber „Reuters“, dass das Land die Wasserstoffproduktion und -nutzung als langfristige saubere Energiequelle ausbauen und private Unternehmen durch Steuererleichterungen zur Teilnahme ermutigen werde.

Update, 24. Mai

Der kolumbianische Ölkonzern wählte die spanische „H2B2“, „Total Eren“ und „EDF“ aus Frankreich, „Siemens“ in Deutschland, „Empati“ im Vereinigten Königreich und „Mitsui“ in Japan als strategische Verbündete für die Entwicklung seines grün-blau-weißen Wasserstoffprojekts. Die Unternehmen wurden aus mehr als achtzig Unternehmen ausgewählt.

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