Historische Inflation für Paraguay prognostiziert

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Im Falle Paraguays schätzt die multilaterale Agentur, dass die Inflation bis Ende 2022 einen Höchstwert von 9,4 Prozent erreichen wird (Foto: Archiv)
Datum: 20. April 2022
Uhrzeit: 15:58 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Mittwoch (20.) seine April-Ausgabe des Weltwirtschaftsausblicks (WEO) veröffentlicht. Darin wurden die Prognosen zu den wirtschaftlichen Variablen verschiedener Länder für 2022 und 2023 aktualisiert. Im Falle Paraguays schätzt die multilaterale Agentur, dass die Inflation bis Ende 2022 einen Höchstwert von 9,4 Prozent erreichen wird, während bis 2023 mit einem Preisanstieg von 4,5 Prozent zu rechnen ist. Auf diese Weise und nach den vorgelegten Projektionen würde die lokale Inflation eine der höchsten seit fast zwei Jahrzehnten sein. Auch im Vergleich mit anderen Ländern der Region ist festzustellen, dass die Inflationsdynamik des südamerikanischen Binnenstaates im laufenden Jahr eine der ausgeprägtesten ist, immer noch hinter Argentinien und Venezuela, aber über anderen Ländern wie Brasilien, Uruguay, Chile und Kolumbien.

Die Zahlen zeigen auch, dass die Inflation in Paraguay im Jahr 2022 immer noch unter dem regionalen Durchschnitt (fast 14 Prozent) liegen würde, aber sehr nahe an der zweistelligen Grenze. Nach den Aufzeichnungen der paraguayischen Zentralbank (BCP) gab es zuletzt Ende 2005 einen lokalen Preisanstieg von mehr als neun Prozent. In Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bestätigte der IWF die letzte Schätzung von vor Wochen, die für 2022 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,3 Prozent vorsieht. Andererseits liegt die Schätzung für 2023 bei 4,5 Prozent und damit sogar über der Expansion von 2021 (4,2 Prozent). Die aktualisierte BIP-Wachstumsprognose für dieses Jahr war bereits auf der jüngsten Pressekonferenz des Fonds zum Abschluss seiner Mission in dem Land im Rahmen der so genannten Artikel IV-Überprüfung veröffentlicht worden. Die Schätzung basiert auf den Auswirkungen der Dürre und des Krieges in der Ukraine auf den Agrarsektor, die Exporte und das verfügbare Einkommen sowie auf dem Szenario der sich entwickelnden Covid-19-Pandemie, das die Aussichten für die Dienstleistungen noch unsicherer macht.

Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass sich das globale Wachstum von geschätzten 6,1 Prozent im Jahr 2021 auf 3,6 Prozent in den Jahren 2022 und 2023 abschwächen wird; das sind 0,8 bzw. 0,2 Prozentpunkte mehr als im Januar prognostiziert. Nach 2023 würde sich das globale Wachstum mittelfristig auf etwa 3,3 Prozent verlangsamen. Der IWF argumentiert, dass der durch den Russland-Ukraine-Konflikt verursachte wirtschaftliche Schaden zur starken Verlangsamung des weltweiten Wachstums beiträgt und die Inflation anheizt.

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