Peru: Gesetzentwurf erlaubt chemische Kastration von Vergewaltigern

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Im südamerikanischen Land Peru hat der Ministerrat den Gesetzentwurf zur Einführung der chemischen Kastration bei Vergewaltigern von Minderjährigen gebilligt (Foto: Divulgacao)
Datum: 21. April 2022
Uhrzeit: 12:43 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Peru hat der Ministerrat den Gesetzentwurf zur Einführung der chemischen Kastration bei Vergewaltigern von Minderjährigen gebilligt. Die Entscheidung gab am Mittwochabend (20.) Ortszeit der Leiter des Justizministeriums, Félix Chero, auf einer Pressekonferenz bekannt. „Heute haben wir im Ministerrat den Gesetzesentwurf für die chemische Kastration von Vergewaltigern verabschiedet, der am Donnerstag, den 21. April, dem Kongress der Republik zur Debatte vorgelegt wird“, so Chero. Er stellte klar, dass die chemische Kastration durchgeführt wird, sobald der Täter seine Strafe verbüßt hat. Der Minister versicherte auch, dass Peru nicht aus dem Pakt von San José aussteigen wird, da die Todesstrafe für diese Verbrechen nicht in Betracht gezogen wird. „Wir sind der Ansicht, dass diese Maßnahme (Kastration) als Nebenstrafe für diejenigen gedacht ist, die Straftaten gegen die sexuelle Freiheit begehen, die mit spezifischen Strafen wie 15, 20 oder 25 Jahren belegt sind. Sie wird nach Verbüßung der Strafe angewandt“, betonte er mehrfach.

Andererseits erklärte der Leiter der Justizbehörde, dass Juan Enriquez Garcia, der ein dreijähriges Mädchen in Chiclayo entführt und missbraucht hatte, in das Gefängnis von Challapalca verlegt wurde, da es sich um ein Hochsicherheitsgefängnis handelt. „Wir haben diese Entscheidung getroffen, weil es sich um ein Hochsicherheitsgefängnis handelt. Wir fordern die Justiz und die Staatsanwaltschaft auf, unverzüglich ein Verfahren einzuleiten, da der Mann in flagranti identifiziert wurde“, schloss er. Das Verfahren wird in Peru weiter heftig diskutiert. Der Arzt Antonio Grandez erklärte, die Initiative sei aus mehreren Gründen nicht durchführbar, unter anderem, weil sie für den Staat mit hohen Kosten verbunden wäre. Der Mediziner wies darauf hin, dass die Monatsampullen bis zu einhundert US-Dollar kosten und die Wirkung verloren geht, wenn sie nicht rechtzeitig verabreicht werden. „Hinzu kommt, dass der Staat in solchen medizinischen Einrichtungen oft kein Budget oder keine Medikamente mehr hat“, fügte er hinzu.

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