Die erste Luftüberquerung des Südatlantiks wird 100 Jahre alt

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Leutnant Marayane und Major Oliveira Lima (Fotos: Defensa)
Datum: 12. Juni 2022
Uhrzeit: 09:11 Uhr
Ressorts: Brasilien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im Jahr 2022 wird ein Meilenstein der weltweiten Flugsicherung 100 Jahre alt. Vom 30. März bis zum 17. Juni 1922 unternahmen die portugiesischen Flieger Gago Coutinho und Sacadura Cabral die erste Luftüberquerung des Südatlantiks. Das auf den Namen Lusitânia getaufte Flugzeug, ein speziell für diesen Anlass entwickeltes einmotoriges Wasserflugzeug, startete vom Fluss Tejo in Lissabon aus zum ersten Flug zwischen Portugal und Brasilien und wiederholte damit aus der Luft die Seereise, die der portugiesische Seefahrer Pedro Álvares Cabral einige Jahrhunderte zuvor unternommen hatte. Insgesamt dauerte der Flug 62 Stunden und 26 Minuten, wobei rund 8.300 Kilometer zurückgelegt wurden, mit Zwischenstopps in Las Palmas, Gando, São Vicente, São Tiago, Penedos de São Pedro e São Paulo, Fernando de Noronha, Recife, Salvador, Porto Seguro, Vitória und schließlich in Rio de Janeiro, der damaligen brasilianischen Hauptstadt.

Die Reise war ein unschätzbarer Beitrag zur Luftfahrt, da es bei Langstreckenflügen schwierig war, den Kurs zu halten. Um dieses Hindernis zu überwinden, fand das Duo mit Genialität eine noch nie dagewesene Lösung. Nach intensiven Studien und seinen Kenntnissen in Geografie und Kartografie perfektionierte Admiral Gago Coutinho den nautischen Sextanten und passte ihn an die Luftfahrt an. In Zusammenarbeit mit Sacadura Cabral entwickelte er ein Gerät namens „Corretor de Rumos“, das es ihm ermöglichte, den Drift des Flugzeugs aufzuzeichnen und den wahren Kurs mit hoher Genauigkeit zu berechnen.

Geschichte

Das Projekt der Südatlantiküberquerung wurde 1919 anlässlich des Besuchs des brasilianischen Präsidenten in Portugal ins Leben gerufen, als Sacadura Cabral die Idee hatte, den ersten hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens zu begehen. Im folgenden Jahr, 1920, war Sacadura Cabral in England, um Material für die portugiesische Marinefliegerei zu beschaffen und die Flugzeugtypen aufzulisten, die er für die Atlantiküberquerung für ideal hielt. Seine Wahl fiel auf den englischen Hersteller Fairey, den Erbauer des Flugzeugs F III-D. Fairey hatte bereits ein Wasserflugzeug mit ähnlichen Merkmalen wie das von Sacadura Cabral gesuchte entworfen, nämlich eine modifizierte F III-D, die für eine Überseereise angepasst wurde, mit einer größeren Spannweite und zusätzlichen Treibstofftanks auf den Hauptschwimmern. Sacadura Cabral beaufsichtigte den Bau und die Modifizierung des Flugzeugs, das nach schwierigen Versuchen und Anpassungen Ende 1921 fertiggestellt wurde.

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