Dominikanische Republik ist Gastgeber der regionalen Klimawoche

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Stürmische Wolken und verdorrtes Land (Foto: Helmholtz-Zentrum Hereon)
Datum: 18. Juli 2022
Uhrzeit: 08:58 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am Montag (18.) beginnt in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo die regionale Klimawoche „Semana del Clima de América Latina y el Caribe 2022“. Die Veranstaltung wird von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen „United Nations Framework Convention on Climate Change“ in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der Weltbankgruppe organisiert. Eines der Themen, mit denen sich die Dominikanische Republik befassen wird, ist die internationale Finanzierung von Ressourcen zur Bewältigung der Klimakrise, die das Land nach Angaben der Behörden zu einem der am stärksten gefährdeten Länder gemacht hat. Laut Max Puig, Vizepräsident des Nationalen Rates für Klimawandel und den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, benötigt die Dominikanische Republik etwa 18 Milliarden US-Dollar, um den Klimawandel zu bekämpfen, von denen 13 Milliarden aus internationalen Finanzierungen und weitere 4,5 Milliarden aus Direktinvestitionen zwischen dem dominikanischen Staat und dem Privatsektor stammen sollen.

Er erinnerte daran, dass die 18 Milliarden US-Dollar in zwei Posten aufgeteilt werden sollen: 9 Milliarden Dollar für die Reduzierung der Emissionen und der gleiche Betrag für die Anpassung von Industrie, Landwirtschaft und Infrastruktur. In Bezug auf Letzteres legt der Nationale Beitrag für 2020 den Schwerpunkt auf Wasser- und Ernährungssicherheit, sowie auf die Entwicklung widerstandsfähiger Städte. Einige der vorgeschlagenen Initiativen zur Verringerung der Treibhausgase sind: ein Programm zur Umstellung von Heizölanlagen (Wärmekraftwerken) auf erdgasbasierte Anlagen, die weniger Treibhausgas erzeugen und deren Finanzierung auf 7,7435 Milliarden Dollar geschätzt wird; die Umsetzung eines Investitionsprogramms für die Installation von Windparks im Land in Höhe von 7,155 Milliarden Dollar; und ein Investitionsprogramm für die Installation von Solarzellen in Höhe von 4,0715 Milliarden Dollar. Die Dominikanische Republik hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent zu reduzieren – und zwar als Teil der in ihrem NDC vorgeschlagenen Ziele, doch hat das Land die Erhöhung dieser Reduktion von der Bereitstellung der entsprechenden Mittel abhängig gemacht.

Puig erinnerte daran, dass sich die Industrienationen 2009 verpflichtet haben, „jedes Jahr einen Beitrag zum Klimawandel zu leisten. Sie haben sich verpflichtet, jedes Jahr 100 Milliarden Dollar beizusteuern. Sie haben zwar ihren Beitrag geleistet, aber seit ihrer Zusage bis heute gibt es noch kein einziges Jahr, in dem sie den Zweck des Beitrags erfüllt hätten. Hier geht es um das, was man den Kampf für Klimagerechtigkeit nennt, nämlich, dass diejenigen, die das Problem verursacht haben, zu seiner Lösung beitragen sollten. Bei dem Treffen geht es darum, zu sagen, dass wir dies und das tun und dass die Dominikanische Republik Rückhalt und Unterstützung braucht. Aber warum brauchen wir Unterstützung, für uns, nein, denn es geht nicht nur um uns, sondern um den Planeten“, betonte er.

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