Der Glanz der Maya: Vier antike Metropolen in Zentralamerika

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Eine Reise nach Zentralamerika bedeutet auch immer eine Reise zu einer alten und bedeutenden Kultur (Foto: CATA)
Datum: 02. August 2022
Uhrzeit: 07:13 Uhr
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Autor: Redaktion
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Eine Reise nach Zentralamerika bedeutet auch immer eine Reise zu einer alten und bedeutenden Kultur. In den Ländern der natürlichen Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika können Besucher die Überreste eines gewaltigen Reiches entdecken und in archäologischen Stätten viel über eine der fortschrittlichsten und mächtigsten Zivilisationen des Altertums erfahren – die der Maya. In Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador finden sich vier antike Metropolen der Maya, in denen die Geschichte der Kultur lebendig wird.

Xunantunich – Maya-Erbe in Belizes Dschungel

Belize bietet neben seinem naturellen Reichtum auch außergewöhnliche Maya-Ruinen inmitten seines tropischen Dschungels. Das Land beherbergt die höchste Konzentration an Maya-Ruinen in Zentralamerika. Beim Eintauchen in den Nebelwald können Abenteuerlustige einen der schönsten Orte der Welt entdecken – die Maya-Ruinen von Xunantunich. In dieser Maya-Stätte befindet sich unter anderem El Castillo, ein über 40 Meter hoher Tempel, der verchiedene Heiligtümer der Maya beherbergte. Neben Xunantunich beherbegt Belize auch die archäologischen Stätte Caracol, in der verschiedenste Bauwerke der Maya auf insgesamt 200 Quadratkilometern zum Entdecken einladen. 150.000 Menschen lebten hier in der Blütezeit der größten Maya-Stätte in Belize. Die zweitgrößte Maya-Stadt war Lamani, am Laguna New River. Forscher fanden hier die meisten Kupferartefakte der gesamten Maya-Kultur.

Maya-Hauptstadt Tikal – Die größte prähispanische Siedlung Guatemalas

Ein Stop in Guatemala darf auf einer Reise durch die Geschichte Zentralamerikas nicht fehlen. Denn hier liegt das antike Tikal, die einst größte Maya-Stadt der Welt. Die Hauptstadt des Königreichs der Maya war seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. bewohnt. Die von der UNESCO zum ersten Weltkultur- und -naturerbe erklärte Stätte beherbegt verschiedene prächtige Tempel und Paläste. So sind hier über 5.000 prähispanische Gebäude auf einer Fläche von etwa 16 Quadratkilometern zu finden. Der für das zentrale Maya-Tiefland charakteristische Baustil mit seinen Tempeln in der typischen Stufenpyramidenform tritt hier besonders in Erscheinung und versetzt seine Besucher in vergangene Zeiten.

Honduras – Kleines Maya-Paradies

Neben Stränden mit türkisblauem Wasser und einem üppigen Dschungel verfügt Honduras über ein außergewöhnliches Maya-Erbe. Die wichtigste Sehenswürdigkeit des Landes ist die antike und majestätische Maya-Stadt Copán, die seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die als „Alexandria der Mayas“ bekannte Stadt beherbergt mehr als 3.400 Bauwerke und erstreckt sich über eine Länge von etwa 24 Kilometern. Im Herzen des tropischen Regenwaldes gelegen, können Besucher in atemberaubender Atmosphäre Überreste wie die frei stehenden Stelen oder die vollständig mit Schriften und Symbolen bedeckte Treppe bewundern. Die älteste Stätte der Region besteht aus mehr als 4.500 Hügeln, auf denen Maya-Geschichte liegen. Die hier gelegenen rätselhaften Höhlen sollen den Ausgangspunkt der letzten Reise der Maya bilden.

3.200 Jahre alte Maya-Stätten in El Salvador

In El Salvador überraschen die Überreste der südlichsten Kolonien der Maya-Welt. Nicht weit von der Hauptstadt entfernt, können historisch und kulturell Interessierte die drei wichtigsten Mayastätten an einem Tag besuchen. Joya de Cerén, das „Pompeji Amerikas”, gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. In dem Dorf können Besucher vor allem etwas über das tägliche Leben der Mesoamerikanischen Bauern jener Zeit erfahren. Hier lassen sich Spuren einer landwirtschaftlichen Gemeinschaft entdecken, die um 600 v. Chr. durch einen Vulkanausbruch zerstört wurde. Die Ruinen von San Andrés sind eine weitere wichtige politisch-religiöse Stätte der Maya in El Salvador. Hier können Besucher eine beeindruckende Akropolis mit mehreren Bauwerken besichtigen. In Tazumal finden Entdecker die wichtigsten und am besten erhaltenen Ruinen El Salvadors. Seit 1.200 n. Chr. sind sie praktisch unversehrt und bieten einen erstaunlichen Einblick in die zeremonielle Architektur der Maya. Ein besonderes Highlight in Tazumal ist die größte Pyramide des Landes mit einem einzigartigen, von den Maya geschaffenen Entwässerungssystem.

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