Verlust von Vermögenswerten in Venezuela: US-Gericht bestätigt Entschädigung für „Conoco“

conoco

ConocoPhillips ist ein international tätiger Energiekonzern und gilt als der drittgrößte US-Ölkonzern (Foto: conocophillips)
Datum: 23. August 2022
Uhrzeit: 06:15 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein US-Gericht hat am Freitag (19.) ein Versäumnisurteil gegen den US-Ölproduzenten „ConocoPhillips“ in Höhe von 8,75 Milliarden US-Dollar wegen der Enteignung seiner venezolanischen Ölanlagen bestätigt. Die Entscheidung gibt dem US-Unternehmen eine neue Befugnis, den 2019 von einem Weltbanktribunal zugesprochenen Betrag einzutreiben. Der Schiedsspruch enthält Zinsen, die den „Conoco“ geschuldeten Betrag um mindestens eine Milliarde US-Dollar erhöhen. Venezuela beschlagnahmte die Vermögenswerte von „Conoco“ während der Verstaatlichung der Öl-, Strom- und Stahlindustrie durch den verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez.

Das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten der Weltbank sprach Conoco bereits 8,75 Milliarden US-Dollar für die Enteignung von drei seiner Ölprojekte im südamerikanischen Land im Jahr 2007 zu. „Conoco“ hatte bis zu dreißig Milliarden US-Dollar für die Übernahme gefordert. Das venezolanische Regime wies die Entscheidung des Gerichts in einer am Montagabend Ortszeit vom Präsidialamt herausgegebenen Erklärung zurück und erklärte, das Land werde weiterhin rechtliche Schritte unternehmen, um „sein Erbe zu schützen“.

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