Drogenmafia intensiviert Operationen in den Häfen Ecuadors

drogen

Täglich beschlagnahmt die Polizei Drogen aus Containern in den Häfen von Guayaquil, die als Drehscheibe für die Drogenlogistik gelten. (Foto: Policía Nacional)
Datum: 06. September 2022
Uhrzeit: 05:22 Uhr
Ressorts: Ecuador, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die ecuadorianische Polizei hat mehr als zwei Tonnen Drogen in Containern beschlagnahmt, die für die europäischen Schwarzmärkte bestimmt waren. Die Sicherstellung erfolgt im Rahmen von drei Operationen, die in den Straßen und Häfen von Guayaquil durchgeführt werden. Nach Angaben der Polizei wurden in diesem Jahr in der Zone 8 der Provinzen Guayas, die den Kantonen Guayaquil, Durán und Samborondón entspricht, bisher 67,6 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Während des Einsatzes führten Mitarbeiter des Regionalen Hundeausbildungszentrums (CRAC) Präventivpatrouillen durch, als sie bemerkten, dass sich außerhalb einiger Container auf ungewöhnliche Weise Kisten mit Thunfisch in der Bucht eines der Häfen der Stadt stapelten. Vor diesem Hintergrund alarmierten die CRAC-Einheiten die Anti-Drogen-Untersuchungseinheit für Häfen und Flughäfen (UIPA), um die in dem Gebiet gefundenen Container zu untersuchen.

Mit Hilfe von ausgebildeten Hunden entdeckten die CRAC-Mitarbeiter, dass sich in den beiden Behältern mit Thunfischkonserven neunhundertsechzig Kokainblöcke, aufgeteilt in fünfzehn Säcke, befanden, was mehr als eine Tonne Drogen ausmacht. Diese Lieferung von 9,6 Millionen Dosen war für das Vereinigte Königreich und andere europäische Märkte bestimmt. Am Wochenende wurden in einer weiteren für Italien bestimmten Bananensendung siebenhundertdreiundfünfzig Kokainblöcke gefunden. Das Gewicht dieser Sendung betrug siebenhundertvierundfünfzig Kilogramm.. Bei einem dritten Einsatz im Sektor Los Vergeles, nördlich von Guayaquil, wurden in einem Abteil eines öffentlichen Verkehrsmittels versteckte Drogen gefunden. Der Bus war in einer Gasse geparkt. Dort stellte die Polizei fest, dass mehrere Personen auf verdächtige Weise in den Bus ein- und ausstiegen. Bei der Durchsuchung der Transporteinheit fanden die Beamten neun Säcke mit neunhundertsiebzig Drogenblöcken.

Obwohl die Polizei eine historische Zahl von Drogenbeschlagnahmungen verzeichnen konnte, verstärkt die Mafia weiterhin ihre Aktivitäten in den Häfen Ecuadors. Allein im August 2022 haben Polizeibeamte im ganzen Land mehr als zehn Tonnen Drogen beschlagnahmt. Bei jeder Beschlagnahmung ermittelten die uniformierten Beamten neue Bestimmungsorte für die Sendungen. Einem aktuellen internationalen Bericht der Vereinten Nationen zufolge ist Ecuador der zweitgrößte Drogenexporteur in der Region. Daten zeigen, dass Drogenhändler von ecuadorianischen Häfen aus Drogen in fünfundzwanzig Länder der Welt verschiffen.

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