Stürmerstar Neymar vor Gericht in Barcelona – Update

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Brasiliens Ausnahmekicker Neymar und acht weitere Angeklagte sind wegen Betrugs und Korruption vor einem Gericht in Barcelona angeklagt (Foto: Neymar)
Datum: 19. Oktober 2022
Uhrzeit: 09:48 Uhr
Ressorts: Brasilien, Sport
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Brasiliens Ausnahmekicker Neymar und acht weitere Angeklagte sind wegen Betrugs und Korruption vor einem Gericht in Barcelona angeklagt. Neymar hat erklärt, dass er nicht an den Verhandlungen über seinen Wechsel vom FC Santos zum FC Barcelona im Jahr 2013 teilgenommen hat, sondern das unterschrieben hat, was sein Vater ihm vorgelegt hatte. Die Investmentfirma „DIS“ besaß vierzig Prozent der Rechte an dem Spieler und sagt, sie habe den Kürzeren gezogen, weil der Transfer unterbewertet war. „Mein Vater hat sich immer um diese Sachen gekümmert und wird es immer tun. Ich habe mich nicht an den Verhandlungen beteiligt. Ich unterschreibe alles, was er [sein Vater] mir sagt und vorlegt“, so der Spieler von Paris St-Germain vor dem Gericht in Barcelona. „Für Barcelona zu spielen war immer mein Traum, ein Kindheitstraum“, fügte der 30-Jährige hinzu. Die anderen Angeklagten sind Neymars Eltern, die beiden Vereine, die ehemaligen Präsidenten von Barcelona, Josep Maria Bartomeu und Sandro Rosell, sowie der ehemalige Präsident von Santos, Odilio Rodrigues.

Der Vater des Spielers, Neymar da Silva Santos, erklärte vor Gericht: „Unsere Absicht war es, einen Karriereplan für ihn in Europa zu erstellen, den wir bereits ausgearbeitet hatten. Und da wir wussten, dass es sein Traum war, für Barcelona zu spielen, haben wir mit ihnen diese vorrangige Vereinbarung unterzeichnet“. „DIS“ fordert eine fünfjährige Haftstrafe für Neymar, während die spanische Staatsanwaltschaft eine zweijährige Gefängnisstrafe und eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro für den Spieler fordert. Außerdem fordern sie eine fünfjährige Haftstrafe für Rosell und eine Geldstrafe von 8,4 Millionen Euro für Barcelona.

Der als Zeuge geladene Präsident von Real Madrid, Florentino Perez, erklärte vor Gericht, sein Verein habe Santos 2011 rund 45 Millionen Euro und 2013 noch einmal 36 Millionen Euro geboten, um Neymar zu verpflichten, doch der Spieler habe sich stattdessen für den FC Barcelona entschieden. Zuvor hatte die Verteidigerin Maria Masso erklärt, der Spieler habe keine Straftat begangen und hinzugefügt, dass die spanischen Gerichte nicht für die Verfolgung der Familie Neymar zuständig seien, da die angeblichen Straftaten in Brasilien begangen wurden, wo sie nicht strafbar seien.

Update, 30. Oktober

Am Freitag (28.) hat die spanische Staatsanwaltschaft alle Anklagen gegen Neymar und die anderen Angeklagten in dem Verfahren wegen Betrugs und Korruption bei dem Transfer des Sportlers von Santos nach Barcelona im Jahr 2013 fallen gelassen. Auf Twitter feierte der Stürmerstar die Entscheidung:

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