Kolumbien: Mindestens 27 Mitglieder einer linken Guerillagruppe getötet

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Die "FARC" ist politisch reintegriert (Foto: Archiv)
Datum: 19. Januar 2026
Uhrzeit: 12:08 Uhr
Ressorts: Kolumbien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mindestens 27 Mitglieder einer linken Guerillagruppe in Kolumbien wurden bei Zusammenstößen mit einer rivalisierenden Fraktion im Kampf um die Kontrolle über ein Dschungelgebiet in Zentralkolumbien getötet. Dies berichteten Militärbehörden am Sonntag (18.). Die Zusammenstöße, die zu den gewalttätigsten der letzten Monate zählen, ereigneten sich in der ländlichen Gegend der Gemeinde El Retorno im Departement Guaviare, 300 km südöstlich von Bogota. Die Region ist strategisch wichtig für die Kokainproduktion und den Kokainhandel. Die Zusammenstöße fanden zwischen einer Fraktion der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) unter der Führung von Nestor Gregorio Vera, bekannt unter seinem Kriegsnamen Ivan Mordisco, und einer anderen Fraktion unter der Führung von Alexander Diaz Mendoza, alias Calarca Cordoba, statt.

Beide Gruppen waren Teil des sogenannten Zentralen Generalstabs, trennten sich jedoch im April 2024 aufgrund interner Streitigkeiten. Die Opfer stammten alle aus Veras Gruppe, wie Militärquellen mitteilten. Ein Anführer aus Diaz‘ Gruppe bestätigte gegenüber Reuters ebenfalls die Zusammenstöße und die 27 Todesfälle. Die von Diaz angeführte Guerillagruppe befindet sich derzeit in Friedensgesprächen mit Präsident Gustavo Petro, während Veras Gruppe die Feindseligkeiten fortsetzt, nachdem die Regierung einen bilateralen Waffenstillstand ausgesetzt hat. Diese nun rivalisierenden Fraktionen hatten ein Friedensabkommen aus dem Jahr 2016 abgelehnt, das es etwa 13.000 FARC-Mitgliedern ermöglichte, den bewaffneten Kampf aufzugeben und sich nach der Entwaffnung wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Der bewaffnete Konflikt in Kolumbien, der sich über sechs Jahrzehnte erstreckt und hauptsächlich durch Drogenhandel und illegalen Bergbau finanziert wird, hat über 450.000 Todesopfer und Millionen von Vertriebenen gefordert, wobei Petros Friedensbemühungen derzeit ins Stocken geraten sind.

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