In einem globalen Kontext, der durch die Verlagerung von Wertschöpfungsketten, das Streben nach operativer Effizienz und die Minderung geopolitischer Risiken gekennzeichnet ist, hat das Konzept des Soft Landing für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dieser Ansatz sieht eine schrittweise, geordnete und strategisch geplante Einführung ausländischer Unternehmen in neue Märkte vor, wobei regulatorische, steuerliche, arbeitsrechtliche und operative Reibungsverluste minimiert werden. Nach der Analyse von Deloitte in seiner Veröffentlichung „Doing Business Paraguay 2026” positioniert sich Paraguay als besonders günstiger Standort für solche Prozesse, da es makroökonomische Stabilität, Investitionsfreundlichkeit und einen geschäftsfreundlichen Rechtsrahmen vereint. Aus makroökonomischer Sicht verfügt der Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt, über solide Grundlagen, die die erste Säule für eine erfolgreiche sanfte Landung bilden. Das Land verfolgt eine Inflationszielpolitik, klare fiskalische Regeln und ein flexibles Wechselkurssystem, wodurch es moderate und vorhersehbare Inflationsraten sowie eine im regionalen Vergleich als nachhaltig geltende Staatsverschuldung aufrechterhalten konnte.
Dieses stabile Umfeld verringert die anfängliche Unsicherheit, mit der Investoren beim Eintritt in einen neuen Markt konfrontiert sind, erheblich und erleichtert die Finanzplanung sowie mittel- und langfristige Entscheidungen. Hinzu kommt ein Wirtschaftsmodell, das auf freiem Handel und freiem Kapitalverkehr basiert, ohne Preiskontrollen oder nennenswerte Devisenbeschränkungen. Das Fehlen von Beschränkungen für die Rückführung von Gewinnen und Kapital verstärkt das Gefühl der rechtlichen und finanziellen Sicherheit, ein zentrales Element jeder Strategie für eine sanfte Landung. In diesem Zusammenhang hebt Deloitte hervor, dass Paraguay die gleiche rechtliche Behandlung von inländischen und ausländischen Investoren bietet und damit einen Rahmen des Vertrauens schafft, der für die Anfangsphase der Unternehmensgründung unerlässlich ist.
Die zweite Schlüsselkomponente des Soft Landings in Paraguay ist die Verfügbarkeit von rechtlichen und steuerlichen Instrumenten, die darauf ausgelegt sind, die Etablierung von Geschäftsaktivitäten schrittweise zu begleiten. Regelungen wie das Gesetz Nr. 60/90 über Investitionsanreize, die Maquila-Regelung und die Freihandelszonen ermöglichen es Unternehmen, ihren Markteintritt schrittweise zu strukturieren, Kosten zu optimieren, Steuerbelastungen zu reduzieren und ihre Betriebsmodelle an den lokalen und regionalen Markt anzupassen. Auf diese Weise werden nicht nur produktive Investitionen gefördert, sondern auch ein geordneter Übergang von den ersten Test- oder Montagephasen zu komplexeren und wertschöpfungsintensiveren Tätigkeiten erleichtert.
Aus betrieblicher Sicht bietet Paraguay relevante Wettbewerbsvorteile für eine sanfte Landung. Die Fülle an erneuerbarer und kostengünstiger elektrischer Energie, die Verfügbarkeit junger und wettbewerbsfähiger Arbeitskräfte sowie eine im Vergleich zu den Nachbarländern relativ niedrige Steuer- und Lohnkostenstruktur ermöglichen es Unternehmen, das mit der Gründungsphase verbundene finanzielle Risiko zu reduzieren. Darüber hinaus erweitern die strategisch günstige geografische Lage und der Zugang zu den Märkten des MERCOSUR die regionale Reichweite der Investitionen und begünstigen Geschäftsmodelle, die sowohl auf den Binnenmarkt als auch auf den Export ausgerichtet sind.
Der Ansatz von Deloitte unterstreicht auch die Bedeutung einer angemessenen ganzheitlichen Planung bei Soft-Landing-Prozessen. Rechtliche, steuerliche, arbeitsrechtliche und regulatorische Aspekte müssen von Anfang an koordiniert angegangen werden, um Unwägbarkeiten zu vermeiden, die die Nachhaltigkeit des Projekts beeinträchtigen könnten. In diesem Zusammenhang sind die richtige Strukturierung des Unternehmens, die Analyse des Steuerwohnsitzes, die Anwendung des Territorialitätsprinzips und die Erfüllung der arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen entscheidend für eine erfolgreiche und reibungslose Eingliederung.
Schließlich sollte das Soft Landing von Unternehmen nicht nur als Anfangsphase verstanden werden, sondern als ein kontinuierlicher Prozess der Anpassung und Konsolidierung. Paraguay bietet nach Ansicht von Deloitte ein dynamisches Umfeld, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten, ihre Aktivitäten zu diversifizieren und ihre Integration in die lokale Wirtschaft zu vertiefen, gestützt auf einen institutionellen Rahmen, der Investitionen, Nachhaltigkeit und Innovation fördert. Das Land präsentiert sich somit nicht nur als Einstiegspunkt, sondern als langfristige strategische Plattform für Unternehmen mit regionaler und internationaler Ausrichtung.







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