Mexiko verkürzt die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden

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Der Entwurf betont, dass Mexiko zu den Ländern mit der weltweit höchsten Arbeitsbelastung gehört (Foto: Archiv)
Datum: 25. Februar 2026
Uhrzeit: 12:45 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Abgeordnetenkammer Mexikos hat die Reform von Artikel 123 der Verfassung verabschiedet, um die Wochenarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden bis 2030 zu reduzieren. Die Maßnahme war bereits am 12. Februar vom Senat gebilligt worden. Die Verfassungsänderung wird etwa 65 % der arbeitenden Bevölkerung betreffen, was 13,4 Millionen Arbeitnehmern im Land entspricht. Die Reform ist eine der bedeutendsten Arbeitsrechtsänderungen in Mexiko in den letzten Jahrzehnten und aktualisiert eine seit 1917, nach der mexikanischen Revolution, geltende Vorschrift. Mit dieser Verfassungsreform beginnt Mexiko einen Übergangsprozess hin zu einer kürzeren Arbeitszeit, ähnlich wie andere Länder, die im Rahmen ihrer Politik für Wohlbefinden und Gesundheit am Arbeitsplatz die Wochenarbeitszeit reduziert haben.

Schrittweise Verkürzung bis 2030

Wie die Zeitung „La Jornada“ berichtete, fiel die Abstimmung unterschiedlich aus, da die parlamentarische Mehrheit Änderungen am Gesetzentwurf ablehnte. Schließlich billigte das Unterhaus die Reform, die vorsieht, dass die Arbeitswoche schrittweise auf 40 Stunden als verfassungsmäßige Obergrenze reduziert wird. Die Änderung behält das Recht auf einen Ruhetag pro sechs Arbeitstage bei vollem Gehalt bei, ohne dieses Verhältnis trotz der Verkürzung der Arbeitszeit zu verändern. Darüber hinaus verbietet die Reform Überstunden für Arbeitnehmer unter 18 Jahren und stärkt damit den Arbeitsschutz für Jugendliche. Die Reform behält das derzeitige Ruhezeitmodell bei und verbietet Überstunden für Minderjährige unter 18 Jahren.

Vorteile für Gesundheit und Produktivität

Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Verfassungsfragen, Óscar Cantón Zetina, verteidigte, dass die Verkürzung der Arbeitszeit dazu beitragen werde, Ermüdung und Arbeitsunfälle zu verringern, die Gesundheit zu verbessern und die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf zu stärken. Das verabschiedete Dokument erkennt Arbeitsstress als strukturelles Problem der öffentlichen Gesundheit in Mexiko an. Es bezieht auch Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ein, die lange Arbeitszeiten mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, berufliche Erschöpfung und psychosoziale Erkrankungen in Verbindung bringen.

Mexiko gehört zu den Ländern mit der höchsten Arbeitsbelastung

Der Entwurf betont, dass Mexiko zu den Ländern mit der weltweit höchsten Arbeitsbelastung gehört, ohne dass dies zu einer höheren Produktivität oder einer besseren Lebensqualität führt. Den in der Initiative gesammelten Daten zufolge leiden 75 % der Arbeitnehmer in Mexiko unter einem gewissen Maß an Arbeitsstress, womit das Land weltweit an erster Stelle in dieser Problematik steht.

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