Die Kreditkarte hat sich im Laufe des Jahres 2025 als wichtigste Form der Verschuldung unter Brasilianern etabliert. Nach Angaben von Recovery, einem auf Kapitalrückgewinnung spezialisierten Unternehmen der Itaú-Gruppe, führt diese Form der Verschuldung die Rangliste der Zahlungsausfälle an, wobei Schulden von mehr als 34 Millionen Menschen verwaltet werden, was insgesamt 80 Millionen Schuldeneinträgen in diesem Zeitraum entspricht. Trotz dieser Führungsposition ging das Volumen der mit Kreditkarten verbundenen Schulden im Vergleich zu 2024 um 2 % zurück und umfasste etwa 19 Millionen CPFs. In der Bilanz der Verhandlungen verzeichnete das Unternehmen im letzten Jahr 6 Millionen abgeschlossene Vereinbarungen, wobei die überwiegende Mehrheit auf Privatpersonen entfiel, während das Unternehmenssegment 193.000 Neuverhandlungen ausmachte. Die CPF (brasilianische Steuernummer) ist eine Datenbank des brasilianischen Haushaltsministeriums (Ministério da Fazenda, Secretaria da Receita Federal do Brasil), die Informationen über steuerpflichtige Personen bündelt.
Regionale Konzentration
Der Südosten bleibt das Epizentrum der Zahlungsausfälle in Brasilien, wobei die Achse Rio-São Paulo besonders hervorsticht. Bei den Kreditkarten liegt der Bundesstaat São Paulo mit 4,4 Millionen Fällen an der Spitze, gefolgt von Rio de Janeiro mit 2,4 Millionen und Bahia mit 1,4 Millionen Einträgen. Obwohl die Kreditkarten stabil blieben, verzeichneten andere Kreditlinien für Privatpersonen einen Aufwärtstrend. Die Gruppe, die Kredite und Überziehungskredite umfasst, wuchs im Jahr 2025 um etwa 7 % und stieg von 12,7 Millionen auf 13,5 Millionen Schulden. In dieser Kategorie konzentriert sich das größte Volumen ebenfalls auf São Paulo (3,8 Millionen), gefolgt von Rio de Janeiro (1,6 Millionen) und Minas Gerais (1,2 Millionen).
Digitale Kanäle dominieren die Umschuldung
Das Verhalten der Verbraucher bei der Tilgung ihrer Schulden spiegelt die Reife der digitalen Transformation im Inkassosektor wider. Derzeit finden 77 % der Verhandlungen von Recovery über digitale Kanäle statt, was auf eine Präferenz für Autonomie und Agilität im Prozess der finanziellen Regulierung hindeutet. Laut Helena Passos, Leiterin für Daten und Planung bei Recovery, wird das Jahr 2026 entscheidend für den finanziellen Wiederaufbau brasilianischer Familien sein. Die Führungskraft betont, dass die aktuelle Situation einen stärkeren Fokus auf finanzielle Bildung und Maßnahmen erfordert, die eine verantwortungsvolle Wiederaufnahme der Kreditvergabe fördern, um den Kreislauf der Überschuldung zu durchbrechen, von dem noch immer Millionen von Bürgern im Land betroffen sind.







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