Paraguay strebt eine industrielle Revolution an

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Der Minister für Industrie und Handel hob auch das Engagement der Regierung für Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) hervor, die als wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelten (Foto: UnsleberHartmut)
Datum: 12. März 2026
Uhrzeit: 14:48 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Minister für Industrie und Handel, Marco Riquelme, erklärte, Paraguay müsse eine industrielle Revolution einleiten, um mit lokalen Kapazitäten in der globalen Wirtschaft konkurrieren zu können, wobei der Schwerpunkt auf Technologie, Ausbildung und der Entwicklung neuer Produktionsgebiete im ganzen Land liegen solle. In einem Interview mit der Sendung Tribuna, die von Paraguay TV ausgestrahlt wird, erklärte der Staatssekretär, das Ziel sei es, einen wirtschaftlichen Transformationsprozess voranzutreiben, der darauf abzielt, Wohlstand und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen. „Der Beginn der industriellen Revolution ist ein Aufruf zu einer nationalen Sache. Paraguay ist zu Großem bestimmt”, erklärte er und erinnerte daran, dass seine Vision von der industriellen Entwicklung während seiner Zeit als Vizeminister entstand, als er seine Laufbahn im öffentlichen Sektor begann. Seitdem, so betonte er, sei es vorrangig gewesen, Maßnahmen zur Stärkung der Produktivität des Landes voranzutreiben.

Wie er erklärte, besteht eine der größten Herausforderungen darin, in Technologie und Ausbildung zu investieren, was er als unverzichtbare Voraussetzungen dafür ansieht, dass das Land auf einem immer anspruchsvolleren internationalen Markt konkurrieren kann. „Ohne Technologie gibt es keine Produktivität. Wir müssen in moderne Maschinen investieren, um die Produktionskosten zu senken und sowohl auf dem Binnenmarkt als auch weltweit wettbewerbsfähig zu sein”, erklärte er.

Strategie zur industriellen Zoneneinteilung

Der Minister für Industrie und Handel (MIC) erklärte, dass die Regierung eine Strategie zur Zoneneinteilung der industriellen Entwicklung vorantreibt, die das Land in vier Ebenen unterteilt, um die Produktionsplanung zu organisieren. Die erste Ebene entspricht den Logistikkorridoren, die in Abstimmung mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) entwickelt werden. Die zweite Ebene umfasst die Gemeinden rund um diese Korridore, die Unterstützung erhalten, um sich als Industriegebiete zu etablieren. Die dritte Ebene sieht die Schaffung von Industrieclustern oder -konglomeraten vor, anhand derer ermittelt werden kann, welche Regionen des Landes sich auf bestimmte Industriezweige spezialisieren werden. Die vierte Ebene schließlich sieht die Schaffung von Ausbildungs-, Zertifizierungs- und Forschungsinstituten vor, die qualifizierte Arbeitskräfte ausbilden sollen, um das industrielle Wachstum zu begleiten. Parallel dazu arbeitet die Regierung an der Ausarbeitung eines neuen Gesetzes über Industrieparks, das laut dem Minister das modernste in der Region sein wird und die Ansiedlung von Unternehmen und die Gewinnung von Investitionen erleichtern wird.

Kommunen und Privatwirtschaft

Riquelme betonte, dass die lokalen Regierungen eine grundlegende Rolle im Industrialisierungsprozess spielen werden, und wies darauf hin, dass die Bürgermeister aktiv daran arbeiten müssen, Investitionen in ihre Gemeinden zu holen. Außerdem hob er die Einrichtung eines Ausschusses des Wirtschaftsrats des Ministeriums für Industrie und Handel hervor, in dem die Privatwirtschaft eine zentrale Rolle bei der Festlegung der Verwaltungsprioritäten spielen wird. „Die Leitung dieses Rates wird vom Privatsektor übernommen, der uns dabei helfen wird, die Prioritäten für die industrielle Entwicklung des Landes zu identifizieren”, erklärte er.

Die Herausforderung der Jugendbeschäftigung

Einer der Schwerpunkte der Strategie ist die Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Menschen. Jedes Jahr treten rund 100.000 junge Menschen auf der Suche nach ihrem ersten Arbeitsplatz in den Arbeitsmarkt ein, weshalb das Land seine Kapazitäten zur Schaffung von Arbeitsplätzen ausbauen muss. „Wir müssen zu einer Maschine zur Schaffung von Arbeitsplätzen werden“, erklärte er. In diesem Sinne betonte der Minister, dass der Industrialisierungsprozess neue Möglichkeiten für die Bevölkerung eröffnen und zum Wirtschaftswachstum beitragen werde. „Die Wiederauferstehung eines Giganten, wie Präsident Santiago Peña sagt, wird mit unseren Menschen geschehen. Unsere Verpflichtung ist es, Chancen für unsere Menschen zu schaffen“.

Unterstützung für Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen

Der Minister für Industrie und Handel hob auch das Engagement der Regierung für Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) hervor, die als wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelten. In diesem Zusammenhang kündigte er eine entschlossene Politik zur Bekämpfung informeller Kredite an, die diesen Sektor beeinträchtigen. „Wir haben der Wucherzinsen den Kampf angesagt. Wir werden nicht ruhen, bis die Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen nie wieder auf Wucherer zurückgreifen müssen“, schloss er.

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