Die Verschuldung brasilianischer Haushalte erreichte im Februar 2026 einen Stand von 80,2 % und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, wie aus Daten des Nationalen Verbandes für den Handel mit Waren, Dienstleistungen und Tourismus (CNC) hervorgeht, die am Mittwoch (11.) veröffentlicht wurden. Die Erhebung, die finanzielle Verpflichtungen wie Kreditkarten, Ratenzahlungen, Kredite und Raten für langlebige Güter erfasst, zeigt, dass der finanzielle Druck in allen Einkommensklassen zugenommen hat. Im Mittelpunkt stand in diesem Monat die Gruppe mit einem Einkommen von mehr als zehn Mindestlöhnen, die den größten prozentualen Anstieg verzeichnete und von 68,3 % auf 69,3 % kletterte. Das Phänomen der Verschuldung hat sich auch bei Familien mit geringerem Einkommen verstärkt. In der Einkommensgruppe bis zu drei Mindestlöhnen stieg der Index auf 82,9 %, genau auf das Niveau der Gruppe, die zwischen drei und fünf Mindestlöhnen verdient.
Für die Mittelschicht, die fünf bis zehn Mindestlöhne verdient, erhöhte der Anstieg um 0,5 Prozentpunkte die Gesamtzahl der Verschuldeten auf 78,7 %. Experten des CNC stellen fest, dass das Wachstum in den wohlhabenderen Schichten auf eine stärkere Nutzung von Krediten für den Konsum und die Aufrechterhaltung des Lebensstandards angesichts eines nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hindeutet. Parallel zum Rekordhoch bei den Schulden stieg auch die Zahlungsunfähigkeit nach drei Monaten des Rückgangs wieder an. Der Anteil der Haushalte mit Zahlungsrückständen erreichte im Februar 29,6 % und näherte sich damit dem Höchststand vom November letzten Jahres. Der Anstieg der Zahlungsausfälle war gerade bei Verbrauchern mit hohem Einkommen am stärksten, deren Ausfallquote innerhalb von nur 30 Tagen um einen Prozentpunkt sprang, gefolgt von der Gruppe mit drei bis fünf Mindestlöhnen, bei der die Zahlungsrückstände um 0,7 Prozentpunkte zunahmen.
Trotz des Anstiegs der Zahl der Schuldner blieb der durchschnittliche Anteil des monatlichen Einkommens, der für die Tilgung von Schulden aufgewendet wird, bei 29,7 % und lag damit leicht unter den 29,9 %, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet wurden. Die Umfrage zeigt, dass 56,1 % der Haushalte zwischen 11 % und 50 % ihres Einkommens für die Tilgung von Schulden aufwenden. Eine besorgniserregende Zahl bleibt jedoch unverändert: Rund 19,5 % der brasilianischen Verbraucher geben weiterhin mehr als die Hälfte ihres Haushaltsbudgets für Schuldenzahlungen aus, was die Kaufkraft und die Sparfähigkeit kurzfristig einschränkt.
Der monatliche Mindestlohn in Brasilien stieg zum 1. Januar 2026 auf 1.621 Reais, ca. 250 Euro







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