Fischzucht trifft auf kulinarischen Tourismus in Chiles neuer „Lachsroute“

lachs

Chile ist der zweitgrößte Produzent von Zuchtlachs weltweit, und der Sektor ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor in der Region Los Lagos (Foto: Portal do Agronegócio)
Datum: 21. März 2026
Uhrzeit: 12:47 Uhr
Ressorts: Chile, Welt & Reisen
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Lachsfarmen stehen im Rampenlicht, während Chile eine neue Tourismusinitiative testet. Weintouren hatten ihren großen Auftritt. Jetzt ist der Lachs an der Reihe. Touristen aus Brasilien und Argentinien waren die ersten, die Chiles neue „Lachsroute“ ausprobierten – ein Pilotprojekt, das die riesige Aquakulturindustrie des Landes in ein umfassendes Besuchererlebnis verwandelt. Die Tour beginnt an einer AquaChile-Station in der Nähe von Puerto Montt, bevor die Besucher mit einer Fähre aufs Meer hinausfahren, um eine aktive Lachsfarm im Reloncaví-Sund zu besichtigen, wo rund 50.000 Fische für den Export gezüchtet werden. Von dort aus wendet sich das Erlebnis schlagartig von der Industrie hin zum Genuss.

Die Gäste werden zur nahegelegenen Insel Maillen gebracht, wo lokale Köche Lachs in vielfältigen Zubereitungsformen servieren, von Ceviche über gegrillte Filets bis hin zu Empanadas, kombiniert mit regionalen Zutaten wie Apfelwein, Seetang und Meeresfrüchten. Die Initiative, die von der Stadtverwaltung von Puerto Montt zusammen mit der Industrie, der Wissenschaft und lokalen Gruppen unterstützt wird, wird als das Aquakultur-Äquivalent zu Chiles etablierten Weinstraßen beworben. Laut offiziellen Angaben ist es das Ziel, Lachs nicht nur als Exportware, sondern als kulturelles und touristisches Kapital neu zu positionieren.

Das Pilotprogramm wird zunächst eine Reihe von 10 Touren umfassen, während die Organisatoren die Nachfrage testen und das Format verfeinern. Chile ist der zweitgrößte Produzent von Zuchtlachs weltweit, und der Sektor ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor in der Region Los Lagos. Die Öffnung der Zuchtanlagen für Besucher markiert einen Wandel hin zu mehr öffentlicher Einbindung, da die Branche wegen ihrer Umweltauswirkungen unter ständiger Beobachtung steht.

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