El Salvador: Überweisungen mit Kryptowährungen schnellen in die Höhe

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Die Kryptoindustrie konzentriert sich zunehmend darauf, digitale Finanzen mit greifbaren Vermögenswerten zu verbinden (Foto: Freepik)
Datum: 28. März 2026
Uhrzeit: 21:36 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Überweisungen mittels Kryptowährungen in El Salvador stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 um 146 % und erreichten einen Wert von rund 10,6 Millionen Euro. Trotz dieses Anstiegs ist ihr Anteil an den gesamten Überweisungen aus dem Ausland nach wie vor gering. Der Boom der digitalen Überweisungen in El Salvador markiert einen bedeutenden Wandel in der Nutzung von Kryptowährungen, auch wenn diese noch weit davon entfernt sind, gegenüber traditionellen Methoden zum dominierenden Kanal zu werden. Die Zentralbank (BCR) gibt an, dass zwischen Januar und Februar 2026 rund 10,6 Millionen Euro an Überweisungen über digitale Geldbörsen eingegangen sind, was einem Anstieg von rund 6,3 Millionen Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025 entspricht.

Dieses Wachstum steht im Gegensatz zur Entwicklung des Gesamtsystems, in dem traditionelle Überweisungen nach wie vor fast das gesamte Volumen ausmachen. Trotz des starken Wachstums im Jahr 2026 zeigt die Jahresbilanz einen negativen Trend. Im Jahr 2025 beliefen sich die Überweisungen in Kryptowährungen auf 53 Millionen Euro, was einem Rückgang von 32,5 % gegenüber 2024 entspricht. El Salvador führte Bitcoin im Jahr 2021 als gesetzliches Zahlungsmittel ein, eine Maßnahme, die von Präsident Nayib Bukele vorangetrieben wurde. Allerdings nutzen mehr als 90 % der Bevölkerung diese Kryptowährung nicht regelmäßig.

Nach einer Vereinbarung über 1,288 Milliarden Euro mit dem IWF änderte das Land seine Politik und entzog Bitcoin den Status als gesetzliches Zahlungsmittel, wodurch dessen Rolle in der Wirtschaft eingeschränkt wurde. Dennoch hält die Regierung an steuerlichen Anreizen fest, um Investitionen in digitale Vermögenswerte anzuziehen, während ihre Bitcoin-Reserven weiter wachsen. Die Daten zeigen, dass Kryptowährungen zwar punktuell an Boden gewinnen, ihre strukturellen Auswirkungen auf das salvadorianische Überweisungssystem jedoch weiterhin begrenzt sind.

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