Im Golf von Mexiko soll sich erneut eine Explosion auf einer Bohrinsel ereignet haben. Auf der Plattform, die sich unweit der im April gesunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ befindet, haben sich zum Unglückszeitpunkt 13 Arbeiter aufgehalten. Die meisten von ihnen sind laut der US-Küstenwache durch die Detonation ins Wasser geschleudert worden.
Vier Schiffe der Küstenwache, zwei Flugzeuge sowie mindestens sieben Hubschrauber sind im Einsatz. Wie durch ein Wunder sind keine Toten zu beklagen, lediglich ein Arbeiter wurde verletzt. Auf der Plattform der Gesellschaft „Mariner Energy“ soll zudem weiterhin ein Feuer wüten. nach Bekanntgabe des Unglücks gab die Aktie des Unternehmens innerhalb von Minuten an der Wall Street über 5 Punkte nach.
Ob durch die Explosion unweit der Vermilion Bay auch Öl in den Golf von Mexiko austrat, ist noch unklar. Die Bohrinsel befindet sich laut dem Nachrichtensender CNN etwa 140 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana, die Förderung des fossilen Brennstoffes dort soll allerdings noch nicht aufgenommen worden sein. Während „Mariner Energy“ eine Verpestung der Meeresoberfläche dementierte, will die US-Küstenwache allerdings eine Lache von ungefähr 1,6 Kilometer Länge gesichtet haben.
Am 20. April 2010 sank die zu Konzern BP gehörende Bohrinsel „Deepwater Horizon“ nach einer gewaltigen Explosion, 11 Menschen kamen ums Leben. Aus einem Leck aus 1.500 Meter Tiefe strömten rund 780 Millionen Liter Öl ins Meer und verursachten eine Umweltkatastrophe. Über 315 verschiedene Vogelarten sowie Delfine und Meeresschildkröten verendeten durch einen gewaltigen Ölteppich, der schließlich auch die Küsten von Louisiana, Mississippi und Alabama erreichte. Erst Ende Juli konnte das Leck abgedichtet werden. Es ist eine der grössten Umweltkatastrophen der Geschichte.
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