La-Silla-Observatorium in Chile: Der Reflexionsnebel M78► Seite 2

m78

Datum: 17. Februar 2011
Uhrzeit: 15:48 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Bildvariante eines eindrucksvollen Himmelsobjekts

Die Haupt-Energielieferanten für Messier 78 sind zwei helle Sterne namens HD 38563A und HD 38563B. Der Nebel beherbergt aber noch viele weitere Sterne, unter anderem eine Ansammlung von 45 massearmen, jungen Sternen, so genannten T-Tauri-Sternen, die weniger als 10 Millionen Jahre alt sind und in deren Zentralbereichen die notwendige Temperatur zum Einsetzen der Wasserstoff-Kernfusion noch nicht erreicht wurde. Die Kernfusion ist die Energiequelle, die für das Leuchten von erwachsenen Sternen wie unserer Sonne verantwortlich ist. Untersuchungen an T-Tauri-Sternen sind von großer Bedeutung für das Verständnis der ersten Stadien der Sternentstehung und die Klärung der Frage wie sich Planetensysteme bilden.

Bemerkenswert an Messier 78 ist, dass der Nebelkomplex sich im Laufe der letzten zehn Jahre deutlich verändert hat. Im Februar 2004 fotografierte der erfahrene Amateurastronom Jay McNeil die Himmelsregion mit einem Teleskop von nur 75 mm Durchmesser und fand auf der Aufnahme überraschenderweise einen hellen Nebel – das fächerförmige Objekt am unteren Bildrand –, und dies an einer Stelle, an der zuvor auf den meisten Bildern nichts zu erkennen war. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem hellen Objekt um einen stark veränderlichen Reflexionsnebel um einen jungen Stern handelt. Inzwischen trägt es den Namen “McNeils Nebel”.

Das hier gezeigte Farbbild wurde aus vielen Einzelbildern erstellt, die in Schwarzweiß mit farbigen Filtern gewonnen wurden, die nur blaues, gelbgrünes beziehungsweise rotes Licht durchlassen. Ergänzt wurden die drei Farben durch Aufnahmen mit einem so genannten H-alpha-Filter, der nur das Licht von leuchtendem Wasserstoffgas passieren läßt. Die Belichtungszeiten für die verschiedenen Filter betrugen 9, 9, 17.5 beziehungsweise 15.5 Minuten.

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