Knapp zwei Jahre nach dem Absturz der Air France Maschine im Atlantik und drei ergebnislosen Versuchen sind weitere Wrack- und Leichenteile gefunden worden. Dies ist laut den französischen Behörden ein neuer Hoffnungsschimmer, um die endgültige Ursache der Katastrophe doch noch zu ermitteln. Frankreichs Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet gab bekannt, dass ein „nahezu unversehrtes großes und zusammenhängendes Wrackteil“ gefunden wurde. Auf die Frage eines Reporters, ob es Spuren von Passagieren gibt, antwortete Morizet: „Mehr als Spuren, wir haben Körper entdeckt“.
Flug AF 447 von Rio de Janeiro nach Paris war am 01. Juni 2009 vor der Küste Brasiliens ins Meer gestürzt, alle 228 Personen an Bord kamen dabei ums Leben. Durch umfangreiche Suchoperationen konnten 3% der Wrackteile und 50 Leichen geborgen werden, die Unglücksursache ist jedoch bis zum heutigen Tag nicht geklärt. Einzig der Flugschreiber und der Voice-Recorder im Cockpit dürften Aufschluss über den tatsächlichen Unfallhergang geben.

Ende März hat das Unterseefahrzeug Remus des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften aus Deutschland mit der Suche nach weiteren Überresten der Unglücksmaschine in einem Planquadrat von 10.000 Quadratkilometern begonnen. Bislang hat die Suche nach dem Überresten des Airbus A 330-200 rund 20 Millionen Euro gekostet, die neue Operation wird weitere 9 Millionen Euro verschlingen. 2009 waren die Angehörigen der Opfer – darunter 72 Franzosen und 59 Brasilianer – in Frankreich vor Gericht gezogen, um weitere Untersuchungen über die Unglücksursache zu veranlassen.
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