Venezuela: Nahrungsmittelpreise um 98% gestiegen

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Grundnahrungsmittel sind in Venezuela immer häufiger Mangelware (Foto: BSMarialex/Twitter)
Datum: 10. September 2014
Uhrzeit: 15:27 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zwischen August 2013 und August 2014 hat sich der Preis des Nahrungsmittelkorbs in Venezuela um 98% erhöht. Dies geht aus den aktuellen Daten des Zentrums für Dokumentation „Centro de Documentación y Análisis Social der Federación Venezolana de Maestros” (Cendas-FVM) hervor. Der Bericht belegt ebenfalls, dass der Preis des Warenkorbs für Produkte des Grundbedarfs für einen Haushalt im August bei 13.482.56 Bolívar lag – eine Steigerung von 6,2% gegenüber dem Juli (offizieller Wechselkurs 6,30 Bolívares pro Dollar). Sechzehn Produkte, unter anderem Milchpulver, Zucker, Huhn, Rind, Maisöl, Maismehl und Weizenmehl, sind in den Supermarkt-Regalen des erdölreichsten Landes der Welt „Mangelware“.

Venezuelas verstorbener Präsident Hugo Chávez hat das linksregierte Land heruntergewirtschaftet. Aberwitzige staatliche Subventionen belegen das Drama des gescheiterten venezolanischen Sozialismus: Schlangestehen für Grundnahrungsmittel, tägliche und landesweite Stromausfälle, Schulden bei ausländischen Lieferanten im zweistelligen Milliardenbereich, verrottende Industrieanlagen und brachliegende Felder.

Laut dem FVM sind inzwischen 3,2 Mindestlöhne erforderlich, um den Preis des Warenkorbes zu decken. Nach Angaben des Instituts beträgt der durchschnittliche Preis eines Mittagessens für einen Arbeiter 276,26 Bolívar. Am Dienstag (9.) hatte die venezolanische Zentralbank bekannt gegeben, dass die Inflation im vom Pleitegeier bedrohten Staat in den vergangenen zwölf Monaten um 63,4 Prozent gestiegen ist. Allein zwischen Januar und August 2014 kletterte die Inflationsrate auf 39 Prozent – die höchste Preissteigerung in den ersten acht Monaten eines Jahres seit 1997.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Cubazuela laesst Gruessen !

  2. 2
    fideldödeldumm

    Preise müssen weiter steigen, ist alles noch zu billig. Das Schlangestehen muss sich doch lohnen.

    • 2.1
      der Reisende

      Selbstverständlich das Benzin auch noch aber bitte so schnell wie möglich und nicht nur 5 Bolivares
      das dann endlich auch der letzte geistig umnachtete merkt was hier in diesem sozialistischen Paradies abgeht.

  3. 3
    pandora

    Mittlerweile habe ich aufgehoert die Artikel zu zaehlen , die fehlen … es sind auf alle Faelle sehr viele geworden !!!!!

  4. 4
    Jason

    Das Chaos wird jeden Tag größer und Venezuela versinkt im Sumpf der politischen Fehlentscheidungen, aber das Volk scheint ja nach wie vor zufrieden zu sein – welch ein Wahnsinn!
    Ich wünsch denen viel Spaß, die irgendwann mal das ganze aus dem Dreck ziehen sollen!

  5. 5
    Jens

    ich finde 98% geht noch, die Revolution kann auf solche Kleinigkeiten keine Rücksicht nehmen.

    aka Chavez / Castro usw. Victoria o Muerte.

    PS: in den Blättern von Bäumen sind viele wichtige Nährstoffe drin.

  6. 6
    Der Bettler

    Ja dann werden wir bald Blätterspinat essen. Leider Gottes sind viele Bäume hier mit giftigen Blättern.
    So ein kollektiver Selbstmord ist für die Regierung sehr erstrebenswert.Importausgaben für Nahrungsmittel enorm vermindert.Medizinischer Bedarf und Behandlung vermindert.Festigkeit der Hardliner,denn die fressen natürlich nur das Beste,und haben die optimale medizinische Behandlung.
    Wie kann Vene für so ein rotes Pack schön sein !!

  7. wo chavez gewaehlt wurde, haben wir schon damals gesagt ab jetzt geht es bergab und es kommt die zeit wo die bevoelkerung ihre eigene scheisse fressen muss. es ist bald soweit.

    • 7.1
      der Reisende

      Wenn diese sozialistischen Volldeppen zB. morgen ein neues Gesetz durchbringen und das ist ganz einfach für die in dem es heißt ab Sonntag gibt es Eselkot in schönen rote Dosen zu kaufen selbst dann würden sehr viele Mensche hier in der Schlange stehen um eine von den roten Dosen zu ergattern.

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