Venezuela: Opposition ruft zu Protestmarsch in Caracas auf – Update

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Oppositionspolikerin María Corina Machado (Foto: MUD)
Datum: 20. Februar 2015
Uhrzeit: 08:37 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Weil er angeblich einen Putsch gegen Staatschef Maduro plante, ist der Bürgermeister der venezolanischen Hauptstadt Caracas (Ledezma) festgenommen worden. Dabei soll er geschlagen worden sein, einen Haftbefehl gebe es nicht. Die Menschenrechtsorganisation „Human Right Watch“ bezeichnete die Festnahme als willkürlich und forderte die sofortige Freilassung. Die populäre Oppositionspolikerin María Corina Machado hat alle Bürgerinnen und Bürger der Hauptstadt zu einem Protestmarsch aufgerufen. Bereits kurz nach Festnahme war es in Caracas zu spontanen Protesten gekommen: Einige Bewohner begannen mit Töpfen Krach zu schlagen, andere drückten ihren Unmut im Straßenverkehr mit Hupen aus.

machado

„Am Freitag werden wir Bürgermeister Ledezma unterstützen und seine Freiheit fordern. Kommt um 10:00 Uhr zum Plaza Prion. #ParaLaDictadura Por Favor RT”, twitterte Machado. Ebenfalls forderte sie das Regime dazu auf, den Aufenthaltsort von Ledezma bekannt zu geben. Dieser wurde nach ihren Worten „im Auftrag von Nicolás Maduro entführt“.

Update 22. Februar

Aktuell sammeln sich Tausende Venezolener auf der „Plaza Brion“ um gegen die Festnahme von Bürgermeister Ledezma zu protestieren. Oppositionspolitikerin María Corina Machado übernahm die Verantwortung für die Einberufung dieser Demonstration und forderte „einen Ruf aller Venezolaner zu einer nationale Vereinbarung für den Übergang“. Nutzer sozialer Netzwerke berichten von einem massiven Aufgebot von Polizei und Sicherheitskräften.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Diese Regierung weiß nicht mehr was sie machen soll. Den Umfragen zu Grunde legend, liegen die Werte eines Maduros im Keller. Die Parlamentswahlen stehen an und die Wirtschaft des Landes befindet sich in einer schweren Krise.
    Die Vorgänge, die sich in Venezuela abspielen, sind genau die Maßnahmen, die in totalitären/diktatorischen Ländern praktiziert werden. Wieso sollte sich Maduro anders verhalten. Die Verhaftungswelle gegen die Opposition wird jetzt rollen und erst dann beendet sein, wenn sich die Oppositionellen hinter Gittern befindet.
    Das ist der wahre Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Er zeigt jetzt sein Gesicht.

  2. 2
    Caramba

    Oh ich finde das zeigt er schon geraume Zeit. Sh viele meiner Beiträge aus der Vergangenheit….
    Und die Reaktion vom Volk?
    „Einige Bewohner begannen mit Töpfen Krach zu schlagen, andere drückten ihren Unmut im Straßenverkehr mit Hupen aus.“
    Ob das reichen wird, wag ich zu bezweifeln. Viel Hoffnung auf mehr hab ich auch nicht mehr, zumal Colectivos und Guardia sicher ohne Skrupel schiessen werden.
    slds trsts

  3. 3
    DonCacique

    Die Venezolanos haben sich das selbst eingebrockt,ich war 2011 bis 2014 immer dort im Urlaub.Was ich dort selbst noch von Günstlingen des Systems zu hören bekam in 2014 war erschreckend. Sie haben die Pestbande immer wieder gewählt, also jedes Volk hat die Regierung die es verdient.Aber seitdem diese Günstlinge nicht mehr nach Disneyworld können ,oder nett in Miami einkaufen ,und obendrein ihre fetten Karren auch abgezogen werden ,ist die Begeisterung der Ernüchterung gefolgt.Es ist ein (in der Mehrzahl)Volk von Egoisten,welches obendrein noch völlig ungebildet ist,Fakt dabei ist ,eigentlich hat es in Venezuela nie eine Revolution gegeben.
    Vielmehr bereiten sich alle auf die Zeit nach Maduro vor und warten.
    Meinen grössten Respekt für die Opposition, die dies abseits der grossen Bühne unter Lebensgefahr machen,aber ich sehe keinen wirklichen Willen seitens der Bevölkerung .

    • 3.1
      Martin Bauer

      „Sie haben die Pestbande immer wieder gewählt, also jedes Volk hat die Regierung die es verdient.“
      Das genau stimmt eben nicht. Nach 1998 waren ausnahmslos alle Wahlen massive gefälscht und manipuliert.

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