Soziale Proteste in Bolivien: Bergarbeiter zünden Dynamitladungen in La Paz

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Bergarbeiter aus dem Departamento Potosí protstieren in La Paz (Foto: agenciaboliviana)
Datum: 23. Juli 2015
Uhrzeit: 12:12 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bei Protesten vor dem bolivianischen Innenministerium haben am Mittwoch (22.) in La Paz Bergarbeiter aus dem Departamento Potosí mehrere Dynamitladungen gezündet und verursachten dabei unter anderem einen Brand im Garten der Auslandsvertretung der deutschen Botschaft . Durch Steinwürfe wurden einige Fenster des Innenministeriums zerstört, nach Berichten lokaler Medien flüchteten mehrere Minister durch eine Hintertüre des Gebäudes. Im südamerikanischen Land Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisemöglichkeiten können dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.

„Lokale Konflikte in Potosí und Umgebung führen derzeit zu einer Blockierung der meisten Zugangswege der Stadt. Bis auf weiteres wird empfohlen, von Reisen nach Potosí abzusehen“, lautet der Aktuelle Hinweis des Auswärtigen Amtes in Berlin. Vor mehreren Tagen waren 91 gestrandete ausländische Touristen (Argentinien, Großbritannien, Russland und Frankreich) mit zwei Bussen aus der Region evakuiert worden. Nach Berichten lokaler Medien haben Tausende von Demonstranten den Zugang zur Stadt blockiert. In Potosí soll es fast kein Benzin, Lebensmittel und Geld (Banken) geben. Augenzeugen berichten von Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten, mehrere Verletzte wurden demnach in Krankenhäuser eingeliefert.

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