Paulo César Quartieiro, Vizegouverneur des brasilianischen Bundesstaates Roirama (im Norden der Großregion Norte), ist am Freitag (26.) von seinem Amt zurückgetreten. Vor der Gesetzgebenden Versammlung gab er eine Erklärung ab und bezeichnete dabei die venezolanischen Einwanderer, die die Straßen der Hauptstadt Boa Vista bevölkern, mit Zombies aus der US-amerikanischen Fernsehserie „The Walking Dead“.
Hunderttausende Venezolaner sind in den letzten Monaten aus ihrem Heimatland geflohen. Nach Angaben der Landesregierung von Roraima haben seit Ende 2015 fast 50.000 Venezolaner ihr Heimatland verlassen und sind in den bevölkerungsärmsten der 27 Bundesstaaten von Brasilien immigriert. Die von der sozialistischen Regierung verursachte humanitäre Notlage im einst reichsten Land Lateinamerikas wird zunehmend zu einem Problem für die ganze Region, die Behörden von Roirama sprechen von einer „tickenden Zeitbombe“. Vor zwei Monaten hat die lokale Regierung eine Notverordnung wegen der wachsenden Zahl von Einwanderern erlassen, nach den Worten von Quartiero ist der Bundesstaat hoffnungslos überlastet.
„Ich bin erstaunt, was hier passiert [Roraima]. Wir gehen durch Straßen, die denen der Serie ‚The Walking Dead‘ gleichen. Diese Venezolaner auf den Straßen sehen aus wie Zombies – es kann so nicht mehr weitergehen. Die Ressourcen von Roirama sind erschöpft und wenn sie wollen, dass Roraima weitere Venezolaner empfängt, müssen die Vereinten Nationen (UN) Verantwortung und die Kosten übernehmen. Wir sind hoffnungslos überlastet, wir können so nicht weiter mit unserer Bevölkerung umgehen“, klagt Quartiero.
Tja, liebe Brasilianer, das war doch absehbar. Da hätte die Regierung Brasiliens mal vorher reagieren können. Aber man hat ja eine ganze Zeit noch gut am venezolanischen Staat verdient.