Brasilien verliert durch Gewalt mehr als 4 Prozent seines BIP

mord

Der Bericht enthält die Analyse bis zum Jahr 2015, in dem die Kriminalität 4,38 Prozent des brasilianischen BIP kostete (Foto: Archiv)
Datum: 12. Juni 2018
Uhrzeit: 20:27 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasilien verliert mehr als 4 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufgrund von Gewalt. Darüber hinaus reduziert der Anstieg der öffentlichen Ausgaben nicht die Kriminalitätsrate. Dies wird durch eine am Dienstag (12.) vorgelegte Studie des Sekretariats für strategische Angelegenheiten der Regierung belegt. Der Bericht enthält die Analyse bis zum Jahr 2015, in dem die Kriminalität 4,38 Prozent des brasilianischen BIP kostete. Dies entspricht etwa 285 Milliarden Reais (fast 77 Milliarden US-Dollar). Die amtlichen Erhebungen messen die Ausgaben des öffentlichen Sektors anhand von sechs Parametern: Sicherheit; Versicherungs- und Materialschäden; gerichtliche Kosten; Verlust der Produktionskapazität; Haft und therapeutische Dienstleistungen.

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas für jede junge ermordete Person (13 bis 25 Jahre) etwa 550.000 Reais (150.000 US-Dollar) verliert. In der Folge verlor das Land zwischen 1996 und 2015 mehr als 450 Milliarden Reais (120 Milliarden US-Dollar).

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die für die öffentliche Sicherheit bestimmten Ressourcen zwischen 1996 und 2015 um 162 Prozent gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum hat sich jedoch die Anzahl der Homizide um 49 und die Mordrate um 14 Prozent erhöht.

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