Brasília will Kindermord in Amazonas-Stämmen beenden

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Viele Ureinwohner töten ihre Kinder, die schwach oder krank geboren wurden (Foto: Funai)
Datum: 31. Juli 2018
Uhrzeit: 08:23 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein neues Gesetz könnte den Kindermord in brasilianischen indigenen Gemeinden verhindern. Viele Ureinwohner töten auch heute noch ihre Kinder, die schwach oder krank geboren wurden. Das Unterhaus des brasilianischen Parlaments hat das Gesetz „Ley de Muwaji“ verabschiedet, die Entscheidung liegt nun beim Senat. Die Kontroverse wirft die Frage auf, ob sich der Staat in diese festgefahrenen Praktiken der indigenen Völker einmischen sollte. Die Rituale werden von den Indios einerseits zur Sicherung des „Überlebens“ eingesetzt, sind in den Augen der Gesellschaft aber „inhumane“ Praktiken.

Das eigentliche Problem liegt in den Widersprüchen zwischen den brasilianischen Gesetzen. Einerseits schreibt die Verfassung das Recht auf Leben für alle, die auf ihrem Territorium leben, als unveräußerlich vor. Das gleiche übergeordnete Gesetz erkennt das Recht der indigenen Völker auf Selbstbestimmung und auf ihre eigene Kultur, Bräuche und Traditionen an. Während einige brasilianische Anthropologen die geplante Rechtsnorm als „regressive Maßnahme gegen indigene Völker“ ablehnen, hoffen Sozialaktivisten und Menschenrechtsorganisationen darauf, dass das Gesetz endlich verabschiedet wird.

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