Dominikanische Republik: Grösstes Solarkraftwerk der Karibik eröffnet

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Im Nord-Westen der Dominikanischen Republik, nahe der haitianischen Grenze, ist in den letzten 6 Monaten auf einer Fläche von 2 Mio. Quadratmetern ein gigantisches Solarkraftwerk entstanden, das zukünftig mehr als 50.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen wird (Foto: F&S)
Datum: 04. September 2018
Uhrzeit: 10:07 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina Sanchez, hat mit dem Solarpark Montecristi das größte Solarkraftwerk der Karibik eröffnet (Kapazität von 58MW). Im Nord-Westen der Dominikanischen Republik, nahe der haitianischen Grenze, ist in den letzten 6 Monaten auf einer Fläche von 2 Mio. Quadratmetern ein gigantisches Solarkraftwerk entstanden, das zukünftig mehr als 50.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen wird. Auf dem Areal mit einer Größe von mehr als 280 Fußballfeldern wurden 215.000 Module installiert, deren Strom über Wechselrichter und ein neu errichtetes Umspannwerk in das Hochspannungsnetz der Insel eingespeist wird.

Der Vorteil für den karibischen Inselstaat ist enorm. Derzeit wird mehr als die Hälfte des Stroms durch Öl getriebene Kraftwerke produziert. Die Methode ist ineffektiv, ökologisch bedenklich und direkt an den Ölpreis gekoppelt. Der produzierte Solarstrom wird über einen entsprechenden Stromliefervertrag zwischen dem staatlichen Energieversorger und dem Solarparkbetreiber, über die nächsten 20 Jahre zu einem festen Preis geliefert, der bereits heute unter dem aktuellen Strommarktpreis liegt. Der Solarpark Montecristi wird einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung leisten und den Ausstoß von rund 108.000t CO2 jährlich einsparen. Das sonnenverwöhnte Land kann zukünftig also nicht nur beim Tourismus von der Sonne profitieren, sondern auch die Stromproduktion mehr und mehr auf saubere und sichere Solarenergie umstellen.

Entwickelt, geplant und gebaut wurde das Kraftwerk von dem deutschen Solarspezialisten F&S solar, der im nordrheinwestfälischen Euskirchen ansässig ist. Der Solarprojektierer verfügt seit 2016 über ein eigenes Büro in der Dominikanischen Republik und beschäftigt dort 5 Mitarbeiter, die sich insbesondere um die lokalen Entwicklungsschritte kümmern.

F&S solar ist auch als Investor an Bord und hat 35 % des Eigenkapitals eingebracht. Die übrigen 65 % investierte die Hamburger Blue Elephant Energy AG (BEE), ein langjähriger enger Finanzpartner der F&S solar. Das Fremdkapital wurde über europäische Entwicklungsbanken zur Verfügung gestellt, federführend von der DEG aus Köln, einer hundertprozentigen Tochter der KfW Bankengruppe. Beteiligt sind außerdem die niederländische FMO und die belgische BIO. Die DEG hat zudem den gesamten Projektverlauf nach ökologischen und sozialen Standards der Weltbank geprüft und begleitet. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 87 Mio. USD zählt das Projekt zu den führenden, deutschen Investitionen in der Karibik.

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