Universität Gießen wird ein Außenbüro in Kolumbien eröffnen

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Auszeichnung mit der Justus-Liebig-Medaille Foto: Liodegar Martinez
Datum: 05. November 2018
Uhrzeit: 20:27 Uhr
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Autor: Redaktion
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Mit einem „Information Point“ wird die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) künftig an ihrer kolumbianischen Partneruniversität Universidad de Los Andes (Uniandes) präsent sein. Eine entsprechende Absichtserklärung haben JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und der Rektor der Uniandes, Prof. Dr. Pablo Navas, am 1. November 2018 in Bogotá unterzeichnet. Die Uniandes wird umgekehrt an der JLU ein Außenbüro eröffnen. Damit wird die bereits mehr als 50 Jahre währende Kooperation zwischen den beiden Universitäten auf eine neue Stufe gestellt. Die beiden Universitäten werden an ihren jeweiligen Partnerinstitutionen jeweils das Außenbüro nutzen, um die eigene Universität, ihr Studienangebot und ihre Forschungsmöglichkeiten zu bewerben, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende zu beraten und zu rekrutieren und über die jeweils vorhandenen Fördermöglichkeiten zu informieren.

Die Eröffnung des JLU Information Point in Bogotá in 2019 stellt den Einstieg in ein weltweites Pilotprojekt der JLU im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie dar: „Wir möchten in unseren strategischen Partnerregionen stärker präsent sein“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Daher werden wir zunächst an drei Partneruniversitäten, mit denen wir seit Jahrzehnten intensiv zusammenarbeiten, ‚JLU Information Points‘ einrichten. Neben der Uniandes in Bogotá sind dies die Universität Lodz (Polen) und die Macquarie University Sydney (Australien).“

Im Rahmen eines Empfangs auf Einladung des deutschen Botschafters in Kolumbien, Peter Ptassek, hat der JLU-Präsident den Rektor der Uniandes, Prof. Dr. Pablo Navas, in Anerkennung seines großen Engagements für die Kooperation mit der Justus-Liebig-Medaille ausgezeichnet. Seit 2012 leitet der Wirtschaftswissenschaftler die Geschicke der Uniandes, die nicht nur die renommierteste private Universität in Kolumbien, sondern zugleich eine der führenden Universitäten in Lateinamerika ist. Unter Navas‘ Leitung hat die Uniandes die enge Zusammenarbeit mit der JLU vor allem im Bereich der beiden größten deutsch-kolumbianischen Kooperationsprojekte unterstützt, die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert werden: das meereswissenschaftliche Exzellenzzentrum CEMarin und – gemeinsam mit weiteren Partnern – das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut CAPAZ (Instituto Colombo-Alemán para la Paz). Zudem förderte sie den Studierenden- und Promovierendenaustausch mit der JLU. „Unsere Universitäten verbindet seit vielen Jahrzehnten eine institutionelle Freundschaft“, sagte Mukherjee. „Mit der Verleihung der Justus-Liebig-Medaille durch den Senat der JLU möchten wir diese enge Verbindung und den besonderen persönlichen Einsatz von Prof. Navas für diese Partnerschaft würdigen.“

Das CEMarin und das Instituto CAPAZ standen im Fokus des weiteren Reiseprogramms. So eröffnete der JLU-Präsident gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Peters, Professor für Friedensforschung an der JLU und Direktor des Instituto CAPAZ, eine Podiumsdiskussion zum Friedensprozess in Kolumbien, an der unter anderem Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, sowie Francisco de Roux, Vorsitzender der im Rahmen des Friedensprozesses eingerichteten Wahrheitskommission Kolumbiens, teilnahmen.

Kolumbien – Partnerregion der JLU seit mehr als 50 Jahren

Kolumbien ist die strategische Partnerregion der JLU in Lateinamerika. Keine andere deutsche Universität kann auf eine so lange und intensive Kooperation mit Kolumbien zurückblicken wie die JLU. Bereits im Jahr 1967 wurde mit der Universidad de Los Andes in Bogotá die erste deutsch-kolumbianische Hochschulkooperation festgeschrieben. Eine biologische Außenstation der JLU in Santa Marta wurde 1963 eingerichtet. Seit 2010 fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) das deutsch-kolumbianische meereswissenschaftliche Exzellenzzentrum CEMarin unter Federführung der JLU. Mit der Beteiligung am 2016 etablierten Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ (Instituto Colombo-Alemán para la Paz), das vom DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert wird, leistet die JLU einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung einer friedvollen Zukunft des Partnerlandes. Die JLU hat damit in Deutschland die Federführung bei den beiden wichtigsten und größten deutsch-kolumbianischen Forschungskooperationen.

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