Südamerika durch Hopping entdecken

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Die Iguazu-Wasserfälle sind ein beliebtes Reiseziel in Südamerika (Foto: Dietmar lang / IAP Photo)
Datum: 02. Dezember 2018
Uhrzeit: 13:18 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Südamerika ist reich an Kultur, atemberaubender Landschaft und sehenswerten Orten, Plätzen und Attraktionen: Ein einzelner Besuch reicht nicht ansatzweise aus, um sich alles anzusehen. Entweder man reist mehrmals oder konzentriert sich auf ein Land oder bereist Südamerika einmal anders: Zum Beispiel als Ground- oder Casino-Hopper.

Regelmäßig tappen Europäer in die Falle, die Faszination Südamerikas in einer Reise erleben wollen. Innerhalb von 2-3 Wochen, vielleicht auch einen ganzen Monat, sollen Machu Picchu, der Amazonas, die Iguazú-Wasserfälle, die Anden, der Salar de Uyuni, die zahlreichen Nationalparks, die Copacabana und all die anderen atemberaubenden Plätze und Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden. Schnell wird klar, dass die wenige Zeit nicht ausreicht, um den Kontinent in seiner Gänze erfassen und würdigen zu können. Stattdessen lohnt es sich, sich auf bestimmte Länder einzulassen oder Südamerika unter einem bestimmten Aspekt zu besuchen.

Paradies für Groundhopper

Da viele Länder in Südamerika eine ähnliche, wenn nicht sogar noch größere Fußballleidenschaft als europäische Länder haben, bietet sich eine Groundhopping-Tour durch die verschiedenen nahezu an. Hierbei sollte man jedoch Vorsicht walten lassen: So reizvoll der Superclásico zwischen den beiden Clubs der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, Boca Juniors und River Plate, auch sein mag, ist diese Partie wenig mit dem Ruhrpott-Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 oder dem Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid zu vergleichen. Immer wieder kommt es zu Gewaltausschreitungen. Jüngst wurde das Rückspiel der Copa Libertadores, vergleichbar mit der Champions League in Europa, abgesagt, nachdem River-Plate-Hooligans den Mannschaftsbus der Boca Juniors angriffen und einige Spieler dabei verletzten. Deswegen sollte auf die Wahl des Spiels geachtet und lieber eine kleinere Begegnung gewählt werden.

Casino-Hopping

Nicht ganz so weit verbreitet, aber definitiv ebenfalls sehr interessant ist das Casino-Hopping. Ob die Spielbank von Monte-Carlo, das Caesars Palace in Las Vegas, das Casino Baden-Baden, in dem im 18. Jahrhundert der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski spielte und sich vermutlich zu seinem Roman „Der Spieler“ inspirieren ließ, oder das Venetian Macao, das größte Hotel Asiens, zu dem außerdem eine Spielbank gehört, sehenswerte und berühmte Casinos gibt es überall auf der Welt zu entdecken. Aber auch abseits der großen Namen gibt es einige interessante Plätze, an denen dem Glücksspiel gefrönt wird.

So auch in Südamerika. Mit dem Trilenium Casino steht das größte Casino des Kontinents in Bueno Aires. Aber auch andere Länder wie Chile, Ecuador oder Peru haben einige imposante Spielhallen zu bieten, die einen Besuch mehr als wert sind. Nur wer in seinem Brasilien-Urlaub gerne nebenbei noch das eine oder andere Casino besuchen möchte, wird enttäuscht werden: Bis auf die staatliche Lotterie ist Glücksspiel in Brasilien verboten. Das könnte sich in naher Zukunft zwar ändern, vorerst bleibt die Suche nach legalen Casinos und Spielhallen jedoch erfolglos. Dennoch sind auch die Brasilianer dem Glücksspiel nicht abgeneigt. Und auch mehrere Circuit-Turniere der World Series of Poker fanden bereits in Brasilien statt. Wegen des Verbots und fehlender Casinos hat sich die brasilianische Pokerszene ins Internet verlagert, da es ihnen möglich ist, in Online-Casinos zu spielen, die ihren Sitz außerhalb Brasiliens haben – eine ähnliche Situation wie in Deutschland, wo mit Ausnahme von Schleswig-Holstein Online-Casinos offiziell verboten sind. Dank internationaler Gesetzgebung und der weltweiten Vernetzung, findet sich trotzdem zahlreiche Möglichkeiten, ein breitgefächertes Angebot an Spielen wie auf https://www.platincasino.com/de/spielautomaten.html zu nutzen.

Wird das Glücksspielverbot bald aufgehoben?

Wie auch hierzulande darüber diskutiert wird, ob Online-Casinos in Deutschland zugelassen werden sollten oder nicht, wird in Brasilien die Frage gestellt, ob das Glücksspielverbot nicht aufgehoben werden sollte. Nicht nur ist schwer zu verhindern, dass nicht Online-Angeboten aus dem Ausland genutzt werden, dazu kommt, dass vermutlich viele Spielhallen in der Illegalität betrieben werden. Ließe der Staat Glücksspiele zu, könnte er sie besser kontrollieren und so u.a. Betrug eher verhindern. Außerdem zöge eine legale Glücksspielindustrie sehr wahrscheinlich weitere Touristen an und hätte so auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Vor einiger Zeit wurde bereits ein Gesetzesentwurf für die Legalisierung vorgestellt, jedoch steht ein Ende der Verhandlungen weiterhin aus. Bis es soweit ist, müssen sich Brasilien-Urlauber also noch gedulden. Und vielleicht fürs Erste mit einem Fußballspiel vorlieb nehmen.

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