Fußballgeschichte aus Lateinamerika – Erfolge und Superstars

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Argentiniens Superstar Lionel Messi bei der WM 2014 in Brasilien (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 16. Oktober 2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ressorts: Lateinamerika, Sport
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Autor: Redaktion
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Neben Europa wird kaum ein anderer Kontinent so sehr mit Fußball verbunden wie Lateinamerika. Bereits zu Beginn der Fußballgeschichte wuchs die Popularität des neuen Sports jenseits des Atlantiks so rasant, dass die erste Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay veranstaltet wurde. Im Verlauf der Jahre schenkte der lateinamerikanische Fußball der Sportwelt zahlreiche spannende Partien sowie talentierte Spieler, die zu den größten Fußballstars aller Zeiten zählen.

Lateinamerikas früher Erfolg in der Fußballwelt

England wird als der Geburtstort des modernen Fußballs gesehen. Bereits 1863 wurde der erste Fußballverband der Welt, die Football Association, in London ins Leben gerufen. Andere europäische Länder folgten dem englischen Beispiel, so dass innerhalb kürzester Zeit die Institutionalisierung des Sports vorangetrieben wurde.

Doch das Fußballfieber beschränkte sich nicht nur auf den europäischen Kontinent. Jenseits des atlantischen Ozeans sprossen lateinamerikanische Vereine wie Pilze aus dem Boden. 1893 wurde in Argentinien der erste nationale Fußballverband Südamerikas gegründet. Dem folgte etwa zwanzig Jahre später das Kontinentalturnier Copa América, das zu den ältesten internationalen Fußballveranstaltungen der Welt gehört. Im Vergleich dazu, wurde das erste Spiel des Europapokals erst 1960 gepfiffen.

Der Erfolg des lateinamerikanischen Fußballs ist in der WM-Geschichte ablesbar. So wurde die Premiere der Veranstaltung 1930 in Uruguay organisiert. Die Südamerikaner hatten den europäischen Fußball in kürzester Zeit sowohl organisatorisch als auch hinsichtlich der Publikumsunterstützung überflügelt. Die erste Weltmeisterschaft endete mit einem Desaster für die europäischen Mannschaften. Die Dominanz der lateinamerikanischen Teams wurde mit dem Turniersieg der Uruguayer gekrönt.

In den folgenden Jahren erwachte der europäische Fußball von seiner Lethargie. Nationalmannschaften beider Kontinente boten den Zuschauern spannende Spiele. Zudem vergrößerte sich der sportliche Genuss, da immer mehr Länder aus aller Welt am WM-Turnier teilnahmen. Der lateinamerikanische Fußball hat jedoch im Verlauf der Geschichte erfolgreich seine Favoritenposition in der WM sowohl als häufige Gastgeber als auch durch regelmäßige Titelgewinne verteidigt. Zudem hat er der Sportwelt talentierte Fußballer geschenkt, die fast jede Partie zu einem Augenschmaus machen.

Lateinamerikanische Superstars

In der gegenwärtigen Zeit ist Lionel Messi der Name aus Lateinamerika, der mit seinen Fähigkeiten auf dem Feld jeden Fußballbegeisterten ins Staunen versetzt. Der Argentinier gehört zu den Topverdienern der Sportwelt und gewann den renommierten Preis Ballon d’Or für den besten Fußballspieler bereits mehrmals im Verlauf seiner Karriere. Seine sportlichen Fähigkeiten erklären nur deutlich seinen Erfolg. Er ist ein hervorragender Dribbler, der auch bei hoher Geschwindigkeit weiß, wie ein Ball zu führen ist. Dazu gilt er als ein flexibler Fußballer, der als Stürmer mit hoher Torgefährlichkeit ebenso punktet wie als Spielmacher. Aufgrund dessen ist er seit Jahren der unangefochtene Superstar von FC Barcelona.

Macht man einen kleinen Zeitsprung in die Vergangenheit, taucht ein anderes argentinisches Talent auf, der zu den besten Fußballern der Welt zählt – Diego Maradona, ein Spieler der seine Zuschauer mit seinen spielerischen Fähigkeiten, aber auch durch Skandale immer wieder zu überraschen wusste. Als Höhepunkt seiner Karriere gilt die Weltmeisterschaft von 1986, in der er als Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft auftrat und sie zum Turniersieg führte. Das Viertelfinalspiel gegen England ist exemplarisch für die Höhen und Tiefen seiner Karriere. Erst erzielte er ein skandalöses Handtor, dann schoss er seine Mannschaft nach einem sechzig Meter langen Dribbellauf zum Sieg. 2002 wurde sein zweites Tor im Spiel zum „Tor des Jahrhunderts“ ernannt.

Wenn es um lateinamerikanische Fußballlegenden geht, sollte man Pelé auf keinen Fall unerwähnt lassen. Der brasilianische Stürmer bezauberte auf dem Feld das Publikum mit großartiger Fußballtechnik, Schnelligkeit und extrem fortgeschrittener Spielintelligenz. Seine Spielweise wurde gerne mit dem Wort „wunderschön“ beschrieben. Seine Fähigkeiten galten oft als ein Garant für den Sieg. So gewann er mit der brasilianischen Nationalmannschaft dreimal den WM-Titel. Dazu war er jahrelang unangefochtener Torschützenkönig in zahlreichen Turnieren. Nicht umsonst kürte die FIFA Pelé zum Weltfußballer des vergangenen Jahrhunderts.

Fußball hat sich im Verlauf der Geschichte schnell in Lateinamerika etabliert und dort jahrzehntelang nichts an seiner Popularität eingebüßt. Die Superstars trugen ihren enormen Beitrag zu dieser Entwicklung. Doch auch als Team haben die Mannschaften jenseits des Atlantiks seit jeher spannende Spiele präsentiert und zahlreiche Turniersiege gefeiert, womit sie ihre hochrangige Position in der Fußballwelt unter Beweis gestellt haben.

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