Neue Ministerin: „Wir wollen ein Brasilien ohne Abtreibung“

aborto

In Brasilien wird der Schwangerschaftsabbruch mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft und die Praxis kann nur bei Vergewaltigung, Missbildung des Fötus oder Lebensgefahr für die Mutter durchgeführt werden (Foto: Ministerio)
Datum: 07. Dezember 2018
Uhrzeit: 13:53 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Brasiliens gewählter Präsident Jair Messias Bolsonaro hat am Donnerstag (6.) Rechtsanwältin und Pastorin Damares Alves als zukünftige Ministerin des Sekretariats Menschenrechte, Familie und Frauenrechte ernannt. Die Berufung gefällt nicht nur den den Evangelikalen, sondern auch dem Frauenflügel des Repräsentantenhauses. „Wir wollen ein Brasilien ohne Abtreibung“, waren ihre ersten Worte nach Bekanntgabe der Ernennung.

„Ich bin gegen Abtreibung. Ich glaube nicht, dass eine Frau eine Abtreibung haben will. Frauen machen Abtreibung, weil ihnen möglicherweise keine andere Möglichkeit gegeben wurde“, so die zukünftige Ministerin. Nach ihren Worten ist die Schwangerschaft – wenn überhaupt – „ein Problem, das nur neun Monate dauert“. Abtreibung hingegen ist „ein Problem, das eine Frau ihr ganzes Leben beschäftigen wird“. Deshalb wird sie sich mit dem „Schutz des Lebens“ und „nicht mit Todesfällen“ beschäftigen.

Alves argumentierte, dass geltende Rechtsvorschriften, die eine Abtreibung unter bestimmten Bedingungen ermöglichen, nicht geändert werden sollten. Derzeit erlaubt die brasilianische Gesetzgebung Abtreibung in drei Situationen: wenn die Schwangerschaft die Folge von Vergewaltigung ist, wenn für die Mutter Lebensgefahr besteht und wenn der Fötus anenzephal ist.

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  1. 1
    Reisender

    Wahnsinn, zurück in die schwärzesten Zeiten der Röm. Kath. Kirche. Diese Organisation kümmert sich nur darum das „produziert“ wird, sind die „Schäfchen“ mal hier interessiert dies nicht mehr – und die Evangelikalen halten es gleich! Einfach traurig!

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