Lava Jato: Ex-Präsident Lula wegen Geldwäsche in Äquatorialguinea angeklagt

Der Fall ist einer von fünf laufenden Prozesse, die gegen den bereits zu zwölf Jahren Haft verurteilten Ex-Präsident Lula da Silva durchgeführt werden (Foto: Archiv)
Am 26. November 2018 hat in Brasilien die Sonderermittlungsgruppe „Lava Jato“ in São Paulo den ehemaligen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva (PT) wegen Geldwäsche denunziert. Laut einem Sprecher der „Força Tarefa da Operação Lava Jato“ hat Lula eine Million Reais erhalten, um Gespräche zwischen der Diktatur Äquatorialguineas und der brasilianischen Gruppe „ARG“ zu vermitteln (1 US-Dollar entspricht 3,88 Reais). Diese hatte dann Ausschreibungen für den Bau von Straßen „gewonnen“. Gegen Lula, der bereits eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche verbüßt, hat ein Gericht in Sao Paulo am Freitag (14.) ein weiteres Verfahren eröffnet.
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Richterin Michele Camini Mickelberg hat damit die Ende November von der Staatsanwaltschaft eingereichte Beschwerde akzeptiert. Demnach hat Lula sein „internationales Ansehen“ dazu verwendet, um die Entscheidungen bei der Vergabe von verschiedenen Aufträgen Äquatorialguineas an die brasilianischen Gruppe ARG zu beeinflussen. Als „Dank“ für seine Vermittlungen soll Lula als Spenden getarnte Bestechungsgelder für die Lula-Stiftung erhalten haben.
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