Südamerika auf dem Motorrad erobern

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Endlose Weiten und Freiheit bis zum Horizont: auch das ist Lateinamerika (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 07. Februar 2019
Uhrzeit: 18:35 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Eines der letzten großen Abenteuer kann es sein, in Lateinamerika eine Tour mit dem Auto oder Motorrad zu machen. Seine Maschine kann man einfliegen lassen oder verschiffen, wenn man sich nicht auf ein Motorrad vor Ort verlassen will.

Die Ausrüstung für einen Roadtrip durch Lateinamerika

Das Motorrad

Eines ist klar: Man muss seine Maschine unbedingt selbst reparieren können, denn man kann sich nicht darauf verlassen, dass man immer eine kompetente Werkstatt findet. Ein wenig Schraubergeschick ist also vonnöten. Das gilt natürlich auch für die entsprechenden Werkzeuge.

Unverzichtbar ist natürlich ein Montiergerät für die Reifen, eine Luftpumpe, ein Set für die Reifenreparatur und natürlich Kleinteile wie Ersatz-Nadellager, Ölfilter, Speichen Schlüssel und Schraubendreher. Werkzeug gibt es im Set in einer praktischen Tasche, die man einrollen und leicht transportieren kann.

Was man nicht vergessen darf: Mensch und Maschine sind besonderen Beanspruchungen ausgesetzt. So bewähren sich unterwegs auf unbefestigten Straßen häufig normale Felgen mit Schlauch, auch wenn die Schlauchlosfelgen in der Heimat ihre Vorteile haben. Sobald eine Felge aber einen Schlag bekommt – was auf den ungeteerten Straßen schnell passieren kann – ist sie zu undicht für einen Schlauchlosreifen. Die klassische Lösung ist dann am besten.

Die Benzinfilter der Pumpe könne schneller verschmutzen, wenn das Benzin nicht der gewohnten Qualität entspricht. Die Drosselkappen können ebenfalls verdecken, sodass man das Bike eventuell nicht mehr starten kann. Generell wird man in allen Ritzen und Ecken Staub finden, der zum Problem werden kann.

Gepäck

Wer eine Zeit lang in einsamen Gegenden, vielleicht sogar in der Wüste unterwegs sein will, der sollte einen Teil seiner Gepäckkapazitäten für Wasser und Lebensmittel freihalten. So lässt sich die Einsamkeit auch entspannt genießen, die man auf einer solchen Reise ja vielleicht sogar sucht. Im Hochland ist die Luft dünn, man wird tagsüber schwitzen und nachts frieren. Das Tiefland ist eher tropisch-heiß, die Menschen sind offener und temperamentvoller. Man braucht eine Ausrüstung, die mit all diesen Extremen umgehen kann.

Zelt

Wer draußen schlafen will, braucht ein gutes Zelt, das einerseits stabil und andererseits sehr leicht ist. Mit einem Markenprodukt kann man nicht viel falsch machen. Im Idealfall hat man schon vor der Reise Erfahrungen mit dem entsprechenden Teil gesammelt.

Outdoor Matte

Sie bietet einerseits etwas Kälteschutz von unten und ist andererseits eine bequeme Schlafunterlage. Solche Matten lassen sich klein zusammenrollen.

Schlafsack

Ein guter Schlafsack ist das Nonplusultra auf einer solchen Reise und absolut unverzichtbar. Er sollte mindestens bis -15° geeignet sein und ein geringes Packvolumen haben.

Outdoor-Kocher

Ein Kocher ist ein wichtiges Utensil, wenn man in der Einsamkeit unterwegs ist. Wenn er mit Benzin betrieben wird, hat man den nötigen Treibstoff immer dabei und kann auf den Einsatz von Gaskartuschen verzichten. Natürlich braucht man auch passende Töpfe und anderes Kochgeschirr.

Wasserfilter

Es gibt extrem leistungsfähige Wasserfilter die sehr klein und handlich sind. Aufsehen hat zum Beispiel der LifeStraw erregt, der nach Katastrophen oder in sehr armen Gebieten zum Einsatz kommt. Auch für Outdoor-Fans ist er sehr gut geeignet.

Erste Hilfe

Ein Erste Hilfe Set gehört auf jeden Fall zur Ausrüstung. Zudem sollte man auch wissen, wie man sich in kritischen Situationen verhält. Vieles wird man aber erst unterwegs lernen und so an seinen Erfahrungen wachsen. Mit einer guten Planung und Umsicht wird diese Reise unvergesslich.

Eine gute Planung ist das A & O

Nicht nur die Ausrüstung ist entscheidend, sondern wer mit dem Bike in der Fremde unterwegs sein will, muss das Abenteuer gut geplant haben, damit die Reise den gewünschten Verlauf nehmen kann. Daher ist auch die passende Route und die dazugehörige Planung entscheidend. Überraschungen wird es dann immer noch genügend geben, denn natürlich lässt sich nicht alles planen.

Der Norden wird immer beliebter

Der Norden wird als Reiseziel immer beliebter, das gilt nicht nur für Peru. Viele Reisende machen die Erfahrung, dass die einsamsten Strecken im Süden liegen. Im Norden hingegen sind die Menschen besonders aufgeschlossen und lassen sich ungezwungen auf Gespräche ein. Sie laden einen Fremden auf einen Mate oder Assado ein und hinterlassen mit ihrer Gastfreundschaft einen bleibenden Eindruck. Man sollte jedoch sein Spanisch aufpolieren, bevor man sich auf den Weg macht – ohne Sprachkenntnisse wird man es sehr schwer haben.

Die Straßen im Norden sind hingegen oft eine Herausforderung für das Material, denn sie sind staubig und nicht asphaltiert. Die einzigartigen Landschaften wie aus dem Bilderbuch entschädigen jedoch für die Anstrengung. Gerade Menschen, die sich sonst im Hamsterrad des Alltags gefangen fühlen, werden das aufkommende Gefühl von Freiheit und Zeitlosigkeit lieben. Auf den Straßen Lateinamerikas werden die Zeiger der Uhr immer unwichtiger, man beginnt, nach dem Sonnenlauf zu leben.

Visum und Impfungen

Je nachdem, welche Länder man im Einzelnen besuchen will, braucht man ein Visum. Hier sollte man sich auf jeden Fall genau erkundigen und seine Planung dementsprechend ausrichten. Vor der Reise hält man Rücksprache mit seinem Arzt und lässt sich wegen der notwendigen Impfungen beraten. Meist wird empfohlen, sich gegen Hepatitis A und Hepatitis B, Diphterie, Tetanus und Polio impfen zu lassen. Auch eine Reisekrankenversicherung ist unerlässlich. Viele deutsche Versicherer weiten für eine gewisse Zeit den Schutz problemlos auf das Ausland aus. Nachfragen muss man jedoch immer.

Camping in der freien Natur

Nicht alle Gebiete Lateinamerikas sind gleich sicher. Am besten plant man seine Route entsprechend. In einsamen Gegenden sollte es in der Regel kein Problem sein, in der Natur zu campen. Natürlich braucht man die passende Ausrüstung. Auch wenn es tagsüber heiß ist, sinken die Temperaturen in der Nacht empfindlich ab. Ohne die passende Ausrüstung wird es schwer. Man sollte jedenfalls wissen, wo sich jeweils das nächste Hotel befindet.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Mark

    So ein Blödsinn, für welches Land in Südamerika brauchen wir deutsche denn ein Visum, kein einziges Land in Süd und Centralamerika verlangt ein Visum!

  2. 2
    Reisender

    Komischer Artikel, für wen ist der geschrieben? Es gibt im Internet so viele Informationen von Reisenden, die weiterhelfen. Fahrzeugversicherung, teilweise ein Problem, dies wird nicht einmal erwähnt. Ich habe mit meiner Africa Twin 91’000 km durch fast alle Länder gemacht. Reperaturen hat man mit diesem Motorrad kaum – und wenn könnte überall eine Lösung gefunden werden. Es muss ja keine grosse BMW sein! Schreibt doch Artikel zu Dingen wo Ihr etwas davon versteht. Ich bin der Meinung von Mark, ein Visum braucht es nirgens in Lateinamerika!

    • 2.1
      Paddy Zé

      Danke, ich war gerade am suchen, welcher Maschine. BMW kommt da sofort in den Sinn. Aber ja natürlich, Honda! Gibt es was Besseres? Ich überlege mir, nach Ecuador zu fliegen und dort Eine zu kaufen. Die 5000 Mäuse für den Transport, investiere ich dann lieber in den Aufbau des Motorrad vor Ort. Oder ist das ein grösseres Risiko? Tipps sind herzlich Wilkommen… Ich gebe mir ein Jahr Planungszeit.

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