Venezuela: Interimspräsident Guaidó schließt Militärintervention aus dem Ausland nicht aus

venezuela

Juan Guaidó ist der Interimspräsident von Venezuela (Foto: Archiv)
Datum: 09. Februar 2019
Uhrzeit: 08:42 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

In einem Interview mit „AFP“ hat Venezuelas Oppositionsführer und Interimspräsident Juan Guaidó am Freitag (80.) nicht ausgeschlossen, dass er ein Eingreifen der US-Armee oder einer anderen ausländischen Streitmacht in Venezuela genehmigt. Unterdessen gab das Weiße Haus bekannt, dass es in direktem Kontakt zum venezolanischen Militär steht.

„Ich werde alles Notwendige tun, um Menschenleben zu retten und Maduro zum Amtsverzicht zu zwingen. Dies ist natürlich ein sehr kontroverses/brisantes Thema, aber wir werden unsere Souveränität bei der Ausübung unserer Befugnisse nutzen“, antwortete Guaidó auf die Frage, ob er seine verfassungsmäßigen Befugnisse als Präsident des Parlaments und verantwortlicher Übergangspräsident nutzen würde, um schließlich eine militärische Intervention zu genehmigen.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2019 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    noesfacil

    Möglicherweise ist dieser Schritt notwendig und es bleibt nichts anderes übrig um Venezuela von dieser undemokratischen PSUV- Pest und deren Helfershelfer und Profituere zu befreien. Allerdings ist ein solcher Schritt amerikanischer (jedwede Intervention) Intervention, hoch brisant, durchweg, weltweit mit Ausnahme reaktionärer, geneigter Kreise höchst umstritten und wird Guiadó, nicht nur in Venezuela massiv an Sympathien kosten.
    Die Amerikaner haben in der jüngeren Geschichte – ebenfalls leider- in der ganzen Welt bisher nur ihr völliges Unvermögen unter Beweis gestelt, mit Ausnahme leider natürlich, dass sie sich hervorragend auf‘s militärische Abschlachten und Chaos veranstalten verstehen.
    Es ist und bleibt ein ganz übles Dilemma, egal wie es Guaidó und die Venezolaner angehen, es führt in eine Falle.
    Im Ergebnis sind dann halt die Amerikaner und deren Helfershelfer, nebst der Profiteure da.

    • 1.1
      Hombre

      „“Die Amerikaner haben in der jüngeren Geschichte – ebenfalls leider- in der ganzen Welt bisher nur ihr völliges Unvermögen unter Beweis gestelt, mit Ausnahme leider natürlich, dass sie sich hervorragend auf‘s militärische Abschlachten und Chaos veranstalten verstehen.““

      So so… und wie siehts da mit Russland aus?

      Wo haben denn die USA letztens Chaos verursacht, sowie Russland jüngst mit der Krim Annektion und dem von Russland entfachten Krieg in der Ostukraine?

      Man könnte auch sagen die Amerikaner und ihre Helfershelfer haben 1945 in Europa in die Demokratie eingegriffen, grosse Teile Europas besetzt, zwar mit Gewalt befriedet, aber sie haben ein Dillema geschaffen…nur um Ihre Argumentation fortzuführen!

      Man kann Ihnen allerdings nur schwer folgen, es sei denn Sie sind ein besonderer Freund Russland.
      Man mag sich nicht ausdenken wenn die Russen anstatt den Ami’s damals über die „Omaha Beach“ eingefallen wären.

      Sind wir doch ehrlich, ohne amerikanisches Transportmaterial wären die Russen in ihrem eigenen Land erfroren und wären nicht auf Granatenweite ohne Hilfe der Amis an Berlin herangekommen.

      Nein es ist nicht leicht, aber einen Saustall, der mit hilfe Russlands und auch China in Venezuela angerichtet wurde kann man nur mit externer Gewalt zu Ende bringen, des Volkes zu Gute kommend, so wie es die amerikanischen Rosinenbomber damals nach der Russenblockade Berlins erledigt haben.
      Gegen den Kommunismus und seinen Auswüchsen ist jedes Mittel recht…

  2. 2
    Matthias Gysin

    Was will man Pest oder Cholera. Das ist eigentlich nur die Frage. Jedoch gelange ich nach und nach zur Ansicht, dass man tiefer als bis zum Meeresgrund nicht mehr sinken kann. Das beste ist nach wie vor wenn sich das venezolanische Militär hinter Guiado stellen würde – wobei auch da das Restproblem ist, dass das Feudalleben gewisser so nicht weiter gehen wird. Es mahnt mich ein wenig an die Römer mit den Privilegien der Armee. Dass wieder in rechtsstaatliche Bahnen zu bringen dürfte schwierig sein. Ich gehe davon aus, dass bei einer Intervention (egal von wem) lange Zeit Friedensarbeit und Bemühungen folgen. Am Optimalsten im Ganzen wäre eine Intervention angeführt von Brasilien und Kolumbien und die USA leisten logistische Unterstützung. Eine andere berechtigte Frage ist natürlich auch wie lange will man da noch zuschauen ? Mit „man“ sind wir im Inland aber auch im Ausland gefordert. Die umliegenden Länder sind nur schon wegen den Flüchtlingsströmen am „Anschlag“ und die Ernährung armer Venezolaner „an der eigenen armen Bevölkerung vorbei“ birgt erheblich Zündstoff. Alle die Debatten welche wir auch aus Europa kennen. Das ganze etabliert sich zu einem Regionalen Pulverfass für diverse Länder.

    • 2.1
      noesfacil

      Si señor, ponte al clavo!

      Genau so siehts aus, Pest oder Cholera, das ist hier die Frage.
      Ihre Optimallösung gefällt mir auch gut, nur wird das, wie nach meiner Kenntnis Brasilien schon kategorisch ausgeschlossen hat, nicht passieren.
      Viel Glück weiterhin nach Barquisimeto und
      “Gloria al bravo pueblo” Viva Venezuela libre!

  3. 3
    Peter Hager

    Bravo! Endlich mal ein venezolanischer Politiker mit Sinn für Realität! – Natürlich wünsche auch ich kein Blutvergießen, aber ich bin kein Träumer. Die aktuellen Machthaber und ihre kubanischen Aufseher haben bereits 300.000 Menschenleben auf dem nicht vorhandenen Gewissen. Mit jedem Tag werden es mehr. Blindes Beharren auf einer gewaltfreien Lösung bewerte ich in diesem Fall als Befürwortung von Massenmord.

    Die Frage, welche Nation hier eingreifen soll, beantwortet sich von selbst: Lateinamerika und Europa verweigern sich, Kubaner und Russen sind schon dort, nur auf der falschen Seite, die USA sind die einzige Nation, die sich überhaupt dazu bereit erklärt. Und keine andere Nation ist dazu militärisch auch nur annähernd so gut in der Lage. Es gibt demnach gar keine Alternative. Da wird für mich zunächst erst mal die Frage nach dem Danach zweitrangig, ebenso wie die in der Vergangenheit zu oft recht unglückliche Aussenpolitik der USA. Sympathien wird das die USA ganz sicher bei den Linken kosten und bei intellektuellen Sozialromantikern, nicht aber bei der Mehrheit der Venezolaner, nicht bei Realisten.

  4. Ich (70 Jahre alt) bin seit 23 Jahren sehr eng privat mit Venezuela „verbandelt“, seit mehr als 35 Jahren insgesamt, spreche und schreibe u.a. gut Spanisch und telefoniere täglich mit Caracas.. Ich war hin und wieder dort und weiß über Venezuela mehr Bescheid als der normale europäische Bürger. Manchmal mit Hochachtung, manchmal mit Schmunzeln, beobachte ich, was da so vorgeht und was die deutsche Presse so schreibt und deutsches TV so sendet.. Reduziert auf die FAZ, die ich seit ca. 50 Jahren gern im Abo habe, wundere ich mich, dass man seit vielen Jahren keine Korrespondenten mehr in Venezuela hat. So viel Angst, zudem unbegründet, hätte ich deutschen Journalisten gar nicht zugetraut, zumindest nicht den männlichen. Ich bin seit „ewig“ FDP- Wähler, manchmal CDU-Wähler und absoluter Antikommunist, ohne Nazi zu sein, was einem ja dann sofort unterstellt wird. Es ist schon ein Trauerspiel, was sich im politischen Umfeld so alles äußern darf.

    • 4.1
      noesfacil

      Sie sagen es, klar und deutlich!
      Ich bin zwar weder FDP, noch CDU- Wähler, mit Sicherheit, wie Sie kompletter Antikommunist -ohne zugleich Nazi oder Faschist zu sein/oder zu sein wollen,
      aber dennoch, erlaube ich mir auch weiterhin kritische Betrachtungsweisen, auch wenn mir Schwarz-Weißmalerei, wie sie hier gerne betrieben wird, eigentlich, weil einfacher lieber ist,…….
      Im Namen meiner eine venezolanischen Brüder und Schwestern und allen demokratischen Venezolanischen Landsleute, ein herzliches Danke!
      noesfacil

  5. 5
    Hp

    Der eine Luftwaffen General der ja 80% des Ganzen unter sich hat. Warum lässt dieser nicht einfach in der Nähe des entsprechenden Gebäudes die Wasser und oder Stromversorkung in nichts auf… so würden die Ratenn dann mal ausziehen und wären ein besseres Ziel. den einnen könnte man bei der Masse sicher nicht verfehlen..

    Oder ist dieser schon eleminiert worden..

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!