China rückt von Links-Diktator Maduro ab

chin

Offiziell vertritt Peking eine Politik der „Nichteinmischung“ (Foto: Archiv)
Datum: 13. Februar 2019
Uhrzeit: 11:49 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums belaufen sich Venezuelas ausstehende Schulden gegenüber Peking auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Diese bedient Caracas mehr oder weniger in Form von Öllieferungen, die allerdings immer geringer ausfallen. Im Armenhaus Südamerikas stehen die Zeichen auf Sturm, ein politisches Überleben von Links-Diktator Nicolás Maduro Moros ist unwahrscheinlich. Interimspräsident Juan Gerardo Guaidó Márquez wird inzwischen von über sechzig Ländern als Übergangspräsident anerkannt, im bevölkerungsreichen Staat in Ostasien schrillen die Alarmglocken.

Offiziell vertritt Peking eine Politik der „Nichteinmischung“ – seit Jahrzehnten ein Grundprinzip der chinesischen Außenpolitik. Dies hat die Führung allerdings nicht daran gehindert, mit Venezuelas politischer Opposition Gespräche zu führen. China will seine Investitionen in der unruhigen lateinamerikanischen Nation absichern, Nicolás Maduro ist schon längst kein wichtiger/zuverlässiger Verbündeter mehr.

Chinesische Diplomaten haben in den letzten Wochen in Washington Schuldenverhandlungen mit Vertretern des Oppositionsführers Juan Guaidó geführt. „China erkennt das erhöhte Risiko eines Regimewechsels an und möchte nicht auf der falschen Seite sein“, so R. Evan Ellis, Experte für chinesische Beziehungen in Lateinamerika. „Während sie Stabilität bevorzugen, erkennen sie, dass sie die Eier in den anderen Korb legen müssen“, fügt er hinzu

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2019 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    noesfacil

    Ay, famos a ver!
    Das wäre ja dann mal so was wie eine Art „Genickschuss“ für die amtierenden Gangster.
    Kann ich mir eigentlich in dieser Welt voller Opportunisten weder richtig vorstellen, noch nicht vorstellen!
    (Ich weis, dass klingt jetzt irgendwie Schizophren).

    • 1.1
      noesfacil

      Verdammte Rechtschreibkorrektur hat mir wieder eine Falle gebaut!

      Ay vamos a ver!

      • 1.1.1
        Urs Bigger

        … ist ziemlich egal! Rechtschreibfehler gehören nun mal dazu. Die Berührungsempfindliche Tastatur hilft da wacker mit. Hauptsache du schreibst etwas sinnvolles.

  2. 2
    Miguel

    Nach venezolanischer Verfassung, hat Maduro bereits nach dem Volksentscheid 2015 zur Abwahl des Präsidenten keine Legitimation. Ich würde nicht für einen einzigen Vertrag die Schulden übernehmen. Sämtliche Zahlungen haben doch nur das kriminelle Regime unterstützt. Sollen doch die sogenannten „Ünterstützer“ sehen wo sie ihre Gelder herbekommen.
    Für die Zukunft kann man sie gerne wieder einbinden.

    • 2.1
      Peter Hager

      Grundsätzlich bin ich der gleichen Ansicht. Wer den Verbrechern in Caracas Geld lieh, beging selber ein Verbrechen. Daß er auf den Schulden sitzen bleibt, wäre noch die mindeste Strafe. Doch leider funktioniert die Welt anders. In 2017 ließ Trump die Venezolaner in den Straßen verbluten, offenbar weil die Rothschild Bank (größter Halter von Staats- und PDVSA-Anleihen) und Goldman Sachs ihn gestoppt haben. Zuvor hatte er sich eindeutig für eine militärische Befreiung Venezuelas ausgesprochen, aber die Opposition erklärte zeitgleich, nicht einen Cent an Schulden des Chávez-Maduro Regimes begleichen zu wollen. Es wurde also schon damals klar, wenn Venezuela seine Freiheit will, und dazu braucht es massive Unterstützung von aussen, dann wird man mit den Gläubigern verhandeln und Zugeständnisse machen müssen.

  3. 3
    Urs Bigger

    …ganz genauso! Diese Verträge wurden im Namen des Staates Venezuela gemacht und nicht mit der aktuellen Regierung

    • 3.1
      Peter Hager

      Nicht so ganz! Jede Emission von Staatsanleihen muß laut Verfassung durch die Nationalversammlung genehmigt werden. Chávez ging diesen Weg nie, aus reiner Überheblichkeit, Maduro hätte in der AN keine Mehrheit mehr gehabt. Die Papiere sind also illegal ausgegeben worden und damit de-jure wertlos. Jeder professionelle Anleger oder Spekulant hätte dies wissen müssen.

  4. 4
    noesfacil

    [In 2017 ließ Trump die Venezolaner in den Straßen verbluten, offenbar weil die Rothschild Bank (größter Halter von Staats- und PDVSA-Anleihen) und Goldman Sachs ihn gestoppt haben.]

    Wie ich schon einmal auf diesen Hinweis von Ihnen [alias Martin Bauer], ich glaube es war in 2018 oder 2017 schrieb, „der Feind schläft im eigenen Bett“!

    Es ist nur ekelhaft, abscheulich und zutiefst deprimierend, daran könne wir sehen, was wir von den sog. „Heilanden“ aus dem Norden zu erwarten haben. Wir sind demnach verraten und verkauft, egal wie man sich dreht und wendet, oder?
    Ay coño, no es facil

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!