Venezuela: US-Militärflugzeuge bringen humanitäre Hilfe nach Kolumbien – Update

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Militär blockiert Grenzbrücke (Foto: TVScreen)
Datum: 15. Februar 2019
Uhrzeit: 20:41 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wird ab diesen Samstag (16.) 250 Tonnen Lebensmittel, Hygieneartikel und Nahrungsergänzungsmittel in die kolumbianische Stadt Cúcuta schicken. Dort befindet sich das Sammelzentrum der Übergangsregierung von Interimspräsident Juan Guaidó. Es wird das erste Mal sein, dass die Hilfe für die notleidende Bevölkerung Venezuelas in US-Militärflugzeugen ankommt.

Die am Freitag (15.) an den US-Kongress gerichtete E-Mail über das Vorhaben wurde von einem Berater des US-Kongresses an „The Associated Press“ (AP) übermittelt, nähere Details sind nicht bekannt. Ebenfalls wurde am Freitagabend (Ortszeit) bekannt, dass die Vereinigten Staaten die Teilnahme eines Vertreters von Nicolás Maduro auf der UN-Abrüstungskonferenz abgelehnt haben. Das Organ, das für die Aushandlung von Rüstungskontrolle und Abrüstung auf multilateraler Ebene zuständig ist, hält eine reguläre Sitzung in Genf ab.

Update, 17. Februar

Das erste von drei Frachtflugzeugen der United States Air Force mit humanitärer Hilfe für Venezuela flog am Samstag von einem Stützpunkt im Bundesstaat Florida in die kolumbianische Grenzstadt Cucuta. Das Flugzeug landete um 12:20 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Camilo Daza in Cucuta mit Nahrungsergänzungsmitteln für etwa 3.500 Kinder, die unter Mangelernährung leiden und Hygiene-Sets für mindestens 25.000 Menschen. US-amerikanischen diplomatischen Quellen zufolge werden insgesamt drei weitere C-17-Militärflugzeuge in Cúcuta ankommen, dem Hauptgrenzübergang zwischen Kolumbien und Venezuela, wo bereits Hunderte Tonnen von humanitärer Hilfe gelagert werden.

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  1. 1
    Karl

    Bin mal gespannt, ob es für US-Präsident Donald Trump wieder Haue gibt. Er ist nicht immer der Böse.

    • 1.1
      Pelle

      Dieses Gutmensch-Gehabe nehme ich ihm nicht ab, dahinter steckt eiskaltes, politisches Kalkül. Es geht ihm nicht um humanitäre Hilfe für hungernde Menschen, sondern um Macht und Öl.

      • 1.1.1
        noesfacil

        Natürlich geht es um eiskaltes politisches und wirtschaftliches Kalkül.
        Nämlich genau so, wie bei den sogenannten politischen Gegnern, gemeinsam mit der marodierenden Maduro- Chavisten-Clique, oder glaubt hier etwa irgend jemand, dass es z.B. Cuba, China und Russland oder den Großinvestoren etwa um sog. „Gutmenschentum“ geht?
        Was wollen Sie hier uns eigentlich für Märchen weis machen?
        Wie naiv ist das denn???
        noesfacil

      • 1.1.2
        Peter Hager

        Absoluter Blödsinn. Zugang zum venezolanischen Öl hatten die USA schon immer gehabt und haben sie noch heute. Da gibt es nicht viel zu gewinnen. – Dahinter steckt Senator Marco Rubio, den ich für einen der ehrlichsten und fähigsten Politiker halte, von denen ich je gehört habe. Als Bewerber um die Präsidentschaft, die er schließlich zähneknirschend trump überlassen mußte, hatter er sich bereits 2016 auf die Fahne geschrieben, den kommunistischen Spuk in Venezuela, Kuba, Bolivien, Nicaragua etc. zu beenden. Solche Leute brauchen wir. Solche Leute braucht dir rote Möderbrut!

    • 1.2
      noesfacil

      [Bin mal gespannt, ob es für US-Präsident Donald Trump wieder Haue gibt. Er ist nicht immer der Böse.]
      Es geht nicht darum, ob Trump oder ein anderer Opportunist der vermeintlich „Böse“ oder der vermeintlich „Gute“ ist. Es geht darum die angeblich hehren Motive als das zu entlarven, was diese sind, nämlich überwiegend Heuchelei!
      Die Frage, die sich jeder Venezolaner und auch jeder mündige Weltenbürger stellen muss ist jedoch, mit wessen „Heuchelei“ lebt es sich am Besten? Und hier dürfte die „Heuchelei der Maduro- Gangster und pseudo- Sozialisten- Gutmenschen- Clique, derzeit ziemlich weit hinten liegen, oder?

  2. 2
    Arnulf

    Dazu drei Bemerkungen:
    Bin ganz der Meinung von Pelle.
    Die im Bild gezeigte Brücke wurde noch nie in Betrieb genommen und wurde von Kolumbien mit Sperren blockiert, vor Monaten. Die Container wurden von Venezuela in neuerer Zeit hingestellt.
    Entscheiden die USA wer an UN-Veranstaltungen teilnehmeen darf?

  3. 3
    Der Bettler

    ein präsident der innert kürzerster zeit ohne krieg sein land so an die wand gefahren hat,den menschen nahrung und med. hilfe verweigert gehört aus allem ausgeschlossen was irgendwie mit menschenrechte und politik zu tun hat.

    • 3.1
      noesfacil

      Auch diese Auffassung ist sehr gut nachvollziehbar und wird von mir geteilt.
      Dennoch bleibt es bei den „fadenscheinigen Gründen“ aller Profiteure.
      Wie schon erwähnt, derzeit besteht für die Venezolaner die „Wahl“ zwischen der Pest und der Cholera.

      • 3.1.1
        Carlos

        für mich leider absoluter Quatsch, wer ist Pest und wer ist Cholera. Es geht darum wie den Menschen und dem Land letztlich geholfen wird (ich hoffe auf demokratischer Basis, durch nicht gefälschte Wahlen) die Hoffnung stirbt zuletzt!

  4. 4
    René

    Bin genau gleicher Meinung noesfacil treffender kann man es nicht sagen.

    Kommentar von Pelle und Arnulf strotzt nur so von Naivität.

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