Stromversorgung in Venezuela noch nicht wiederhergestellt

brand

Am Mittwoch explodierten zwei Lagertanks mit Verdünnungsmittel für Schweröl in der Ölraffinerie „Petro San Felix“ im Bundesstaat Ansoategi (Foto: Twitter)
Datum: 14. März 2019
Uhrzeit: 07:25 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Situation in Venezuela ist nach dem tagelangen Stromausfall weiterhin kritisch. Obwohl die Behörden behaupten, dass der Service normalisiert und vollständig wiederhergestellt wurde, gibt es Gebiete im Land in denen noch keine „Normalität“ eingetreten ist. In verschiedenen Bundesstaaten gibt es kein Trinkwasser, es kam zu zahlreiche Plünderungen von Supermärkten und staatlichen Verteilungszentren. Schulen und Universitäten bleiben weiterhin geschlossen. Am Mittwoch explodierten zwei Lagertanks mit Verdünnungsmittel für Schweröl in der Ölraffinerie „Petro San Felix“ im Bundesstaat Ansoategi, die Ursache für den Brand ist nicht bekannt. Der entstandene Schaden während des über 120 Stunden andauernden Stromausfalls wird auf insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Deutschland reduziert unter Berufung auf die schwierigen Lebensbedingungen und die sich verschlechternde Sicherheitslage in Venezuela sein Botschaftspersonal. „Die Lage in Venezuela spitzt sich zu, insbesondere die humanitäre Lage in der Hauptstadt“, so ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

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  1. 1
    Peter Hager

    Der Strom ist bei uns wieder weg. Kein Mensch weiß, warum und für wie lange. Wir haben einen alternativen Zugang zum Internet installiert, dessen Batterie aber auch bald zu Ende geht. Nun hoffe ich darauf, daß ich meine Familie bald aus dem Land kriege. Dazu war viel Überzeugungsarbeit nötig, denn die wollen alle mit ihren profanen Alltagsplänen fortfahren, als sei nichts passiert. Einen Haufen Geld kostet es außerdem. Flugtickets haben wir, aber noch müssen wir eine Weile hier ausharren.

    • 1.1
      Matthias Gysin

      Hallo Peter .. Ich kann mir das gut vorstellen. Meine Familie lebt aktuell in Chile. Die CH stellt kein Visas aus bis der Weltsicherheitsrat entscheidet. Haus, Hof und Hund haben wir der Nachbarin in Barquisimeto vorerst ausgeliehen. Immerhin können wir nun für 500$ ein Visum kaufen in Chile (da die Einreisebestimmungen verletzt wurde). In erster Linie bin ich jedoch dankbar, dass wir in erster Linie nicht vor Ort sind. Dennoch haben wir viele Verbindungen WhatsApp zu Studienfreunden, Bekannten und Verwandten in BRM. Gute Reise Euch und kommt heile da raus ! Matthias

      • 1.1.1
        Peter Hager

        Vielen Dank, Mathias! – Der Punkt, der mich nervös macht, sind die sukzessiven Rückzüge der Airlines. Nun ist American Airlines aus dem Spiel, Air France, Iberia, TAP u.a. können jeden Tag folgen. Dann sitze auch ich in der Falle, denn von hier aus kann ich mein Geschäft nicht fortführen und die Familie nicht ernähren. So zähle ich die Tage bis zum Abreisedatum… – Ich bin hier vor Wochen mit gemischten Gefühlen und Motiven hergekommen, mir des Risikos bewußt, und wie wir inzwischen wissen, war dies für meine Familie praktisch unverzichtbar. Aber noch sind wir nicht beim Happy End!

        Wenn Strom und Internet da ist und alle gesund, können wir uns – noch immer – recht gut versorgen und leiden keinerlei Not. Das Klima ist ja herrlich und verführt zum Seelebaumelnlassen. So ist man an solchen Tagen natürlich leicht versucht, unweigerlich drohende Gefahren zu verdrängen. Uns germanischen Kaltblütern fällt das deutlich schwerer, als den Latinos. Dadurch leben wir sicherer und – zumindest nach Zahlen – auch deutlich besser, nur glücklicher macht uns das letztendlich auch nicht.

  2. 2
    noesfacil

    [Nun hoffe ich darauf, daß ich meine Familie bald aus dem Land kriege.]
    Das dürfte das Beste sein, was Sie machen können.
    Viel Glück dabei und je eher umso besser!

    […..denn die wollen alle mit ihren profanen Alltagsplänen fortfahren, als sei nichts passiert.]
    Sie beschreiben exakt das Problem und das Nadelöhr, warum Despoten jeder Art [z.B. auch Maduro] in Lateinamerika sich immer nahezu ewig halten können,….. die Lateinamerikanische Gleichgültigkeit!
    noesfacil

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