UN-Menschenrechtskommissarin tief besorgt über Lage in Venezuela

folter

Die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat sich am Mittwoch (20.) bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats im schweizerischen Genf "zutiefst besorgt über das Ausmaß und die Schwere der Auswirkungen der gegenwärtigen Krise hinsichtlich der Menschenrechte" gezeigt (Foto: ScreenshotTV)
Datum: 20. März 2019
Uhrzeit: 16:51 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat sich am Mittwoch (20.) bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats im schweizerischen Genf „zutiefst besorgt über das Ausmaß und die Schwere der Auswirkungen der gegenwärtigen Krise hinsichtlich der Menschenrechte“ gezeigt und mehrfach betont, dass Venezuela ein „besorgniserregender destabilisierender Faktor in der Region ist“. Nach ihren Worten sind staatliche Sicherheitskräfte und regierungstreue Schlägertrupps für Morde, Folter und willkürliche Verhaftungen verantwortlich.

„Mein Team hat zahlreiche Fälle von willkürlicher Inhaftierung und Folter dokumentiert. Viele Fälle werden erst gar nicht vom Generalstaatsanwalt bearbeitet. Die meisten dieser Festnahmen und Morde durch Sicherheitsorgane werden in armen Gebieten durchgeführt. Während diese generalisierte und verheerende Wirtschafts- und Sozialkrise vor der Einführung der ersten Wirtschaftssanktionen im Jahr 2017 begann, bin ich nun besorgt, dass die jüngsten Sanktionen zur Verschärfung der Wirtschaftskrise beitragen können. Ich bin besorgt über die zunehmenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit und der Presse in Venezuela. Behörden haben das Anti-Hass-Gesetz willkürlich angewandt, um Journalisten, Gegner und jeden, der abweichende Meinungen äußert, zu verfolgen“, so Bachelet.

Bachelet äußerte sich auch besorgt über die Versorgungslage im einst reichsten Land Lateinamerikas. Der Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten habe sich verschlechtert, der Verfall des Gesundheitssystems zudem zu einem Anstieg der Mütter- und Kindersterblichkeit sowie der Ausbreitung von Infektionskrankheiten geführt.

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  1. 1
    Matthias Gysin

    Gestern Abend habe ich erfahren, dass aufgrund der Aufforderung von Maduro zum Rücktritt der Minister die Gesundheitsministerin nach Kolumbien geflüchtet ist. In einem Verhör teilte sie mit, dass die Medikamente anlässlich des letzten Maduro Wahlkampf auf Befehl vom Miraflores eingezogen und den PSUV Wählern zugeteilt werden. Leider kann ich das nicht überprüfen, aber vorstellbar ist es durchaus.

    • 1.1
      Peter Hager

      Das war nie ein Geheimnis, sondern hier im Land offensichtlich. Beweise allerdings sind schwierig, denn noch will sich kaum jemand weit aus dem Fenster lehnen. Erst wenn alles vorbei ist, wird die Flut der Zeugenaussagen anrollen.

  2. 2
    noesfacil

    […] dass die Medikamente anlässlich des letzten Maduro Wahlkampf auf Befehl vom Miraflores eingezogen und den PSUV Wählern zugeteilt werden.

    Das allerdings kann ich mir, in bester Kenntnis der venezolanischen „Günstlingswirtschaft“ sehr gut vorstellen.
    So kauft man / ähhh…. gewinnt man u.a. „demokratische“ Wahlen.
    Macht die Opposition natürlich auf ihre eigene Weise auch, was nicht heißen soll, dass ich diese widerlichen Machenschaften, egal durch wen inszeniert etwa gutheiße oder legitimieren möchte.
    Ich sage nur,…… gehört zur örtlichen Folklore.
    noesfacil

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