Helms-Burton-Gesetz: Kreuzfahrtunternehmen „Carnival“ verklagt – Update

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Mit der Carnival Paradise hat im Juli 2017 erstmalig ein Schiff von Carnival Cruise Line Kuba angesteuert (Foto: .carnivalcruiseline)
Datum: 03. Mai 2019
Uhrzeit: 15:09 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die USA haben vor wenigen Tagen weitere Sanktionen gegen Kuba verhängt. Seit Donnerstag (2.) ist das dritte Kapitel des Helms-Burton-Gesetzes in Kraft ist. Ab sofort sind US-Gerichtsprozesse über Besitz möglich, der ab dem kubanischen Revolutionsjahr 1959 verstaatlicht wurde. Exilkubaner können nun ausländische Firmen oder Investoren verklagen, weil sie ihren Besitz verloren haben. „Carnival Corporation“, das größte Kreuzfahrtunternehmen der Welt, ist das erste Unternehmen, das am Donnerstag vor einem US-amerikanischen Gericht verklagt wurde.

Der britisch-amerikanische Konzern betreibt unter seinen Marken AIDA Cruises, Carnival Cruise Line, Costa Crociere, Cunard Line, Holland-America Line, P&O Cruises, P&O Cruises Australia, Princess Cruises und Seabourn Cruise Line weltweit mehr als 100 Schiffe, die Hauptverwaltung befindet sich in Miami, Florida. Das Unternehmen soll von einem enteigneten kubanischen Grundstück profitiert haben, die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Miami eingereicht.

Kläger Javier Garcia Bengochea behauptet, Eigentumsverhältnisse am Hafen von Santiago de Cuba zu besitzen. Mickel Behn hat angeblich ein Dokument, dass ihn als Eigentümer des Hafens von Havanna akkreditiert, der von US-amerikanischen Kreuzfahrtgesellschaften genutzt wird. Beide sind Nachkommen der ursprünglichen Besitzer.

Update, 4. Mai

Die Ölfirma Exxon Mobil hat vor einem US-Bundesgericht Klage gegen Cuba-Petróleo, das sich im Besitz des kubanischen Staates befindet und CIMEX wegen einer Raffinerie, Tankstellen und anderer Vermögenswerte, die 1960 nach der von Fidel Castro angeführten Revolution beschlagnahmt wurden, eingereicht.

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  1. 1
    Peter Hager

    Geniale Sache! So was täte auch Deutschland gut, im Hinblick auf die von der SED Führung geraubten Milliarden, von denen noch heute gewisse Linke profitieren.

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