Flughafen in der Nähe von Machu Picchu: Archäologen sind besorgt

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Weltberühmte Inka-Zitadelle Machu Picchu (Foto: Archiv)
Datum: 11. Juni 2019
Uhrzeit: 12:30 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die peruanische Regierung baut einen neuen Flughafen in der Nähe der weltberühmten Inka-Zitadelle Machu Picchu. Bulldozer haben bereits Millionen Tonnen Erde umgegraben, Archäologen und Historiker sind entsetzt. Der neue Airport in Chinchero, etwa 30 Kilometer von Machu Picchu entfernt, wird voraussichtlich fünf Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen, Touristen gelangen dadurch schneller zur historischen Inka-Stadt.

Fast 20.000 Personen – viele von ihnen Archäologen, Anthropologen und Historiker – haben im Januar dieses Jahres eine Petition unterschrieben und wollen die Pläne von Präsident Martín Vizcarra für den Bau des Flughafens blockieren. Nach ihrer Meinung verursacht das Projekt „irreparable Schäden an der Kultur“. Die Unesco hat die Ruinen auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten gesetzt, der durch den Flughafen entstehende Lärm und die Luftverschmutzung durch tieffliegende Flugzeuge macht den Einheimischen und den Archäologen Sorgen.

Die peruanischen Behörden weisen die Befürchtungen zurück. Demnach haben archäologische Untersuchungen keine Hinweise auf Beschädigungen/negative Beeinflussung der Inka-Artefakte durch das Flughafengelände ergeben. Sie argumentieren, dass das Land dringend einen Ersatz für den nahe gelegenen Flughafen Cusco braucht, der nur kleinere Passagierflugzeuge abfertigen kann. Landebahnbeschränkungen bedeuten, dass Cusco keine internationalen Langstreckenflüge durchführen kann. Touristen müssen einen Zwischenstopp in Lima oder La Paz, Bolivien einlegen, bevor sie nach Cusco fliegen. Die Befürworter des neuen Flughafens Chinchero weisen zudem darauf hin, dass er Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum für die Region schaffen wird.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    miguel-ito

    Ich selbst war im Jahr 2009 in Peru und habe Machu Picchu besuchen dürfen! Gelandet bin ich damals in Cusco (geiler Landeanflug)! Selten so schnell gesunken! Anschließend hatte ich eine geile Zugfahrt nach „aguas calientes“! Selbst zu dieser Zeit war ich schon erschrocken über die MASSE an Touristen (Terroristen), die im Eiltempo durch dieses Weltkulturerbe geschleust werden! Mittlerweile soll es sich ja die Anzahl der Personen noch weiter vervielfältigt haben! M.E. war es damals schon zuviel für dieses Relikt! Viele Leute vergessen leider, „WO“ sie sich bewegen! Auch die tägliche Masse trägt dazu bei, dieses Wunderwerk langsam, aber sicher zu zerstören! Jetzt noch einen Flughafen zu bauen, ist ein riesengroßer Fehler der Regierung! Was kommt als nächstes > Galapagos richtig plattmachen???? Was für eine Regierung! > Hauptsache Kohle scheffeln und „nach mir die Sintflut“!
    P.S.: Gleiches gilt für den „Nicaraguakanal“!!!! Zerstöre das, was dich auszeichnet( die Natur) Hauptsache es gibt kurzfristig Geld für die jeweiligen Regierungen!

  2. 2
    Wal/Bo

    So ist es, und erst wenn der lezte Korrupte Politiker in den Knast geworfen wurde, wird man überlegen können wie man das was vorher gepuscht wurde, wieder zurückgefahren werden kann, damit die Generationen die noch folgen sehen können wie genial die Inkas bauen konnten. Ich war 2000 dort und 16 Jahre später wieder, ich war schockiert wie viele Leute am Tag mittlerweile aus Geldgier dort durchgeschleust werden, meine Schätzung nach locker 5 bis 6 Tausend, und so viel ich weiß, ist auch eine Seilbahn im Gespräch, armes MP.

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