Gemeinsame Währung zwischen Brasilien und Argentinien

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Macri war das erste Staatsoberhaupt, das Bolsonaro nach seinem Amtsantritt am 1. Januar 2019 offiziell besucht hatte (Foto: Palácio do Planalto)
Datum: 13. Juni 2019
Uhrzeit: 10:52 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Während seines Staatsbesuches in Argentinien hat Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro mit seinem Amtskollegen Mauricio Macri über die Möglichkeit einer gemeinsamen Währung zwischen beiden Ländern gesprochen. Ebenfalls wurde zwischen den beiden südamerikanischen Staatsoberhäuptern der Plan diskutiert, die Währung auch in Paraguay und Uruguay einzuführen. Diese hypothetische Währungsunion hat jedoch möglicherweise nicht den gleichen Effekt wie die Einführung des Euro. Die Bundesrepublik Deutschland und elf weitere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) hatten am 1. Januar 2002 den Euro als Bargeld eingeführt.

Obwohl die Währungskonvergenz die Handelsbeziehungen erleichtern würde, hat der argentinische Peso seit 2015 rund achtzig Prozent an Wert verloren und ist eine anfälligere Währung als der brasilianische Real. Betrachtet man die Zahlen, so ist die brasilianische Wirtschaft stabiler und dies sollte das Ziel sein, wenn die Währungsunion geschaffen wird. Der erste Schritt wäre daher eine Einigung zu erzielen, wonach sie sich beide Staaten dazu verpflichten, eine Reihe von Konvergenzkriterien zu erfüllen. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Überlebensfähigkeit der Union wäre nach den vorgenannten Mitteln die Schaffung eines weiteren Mechanismus, der eine Geldakkumulation in einem bestimmten Bereich verhindern sollte. Dies würde zu einer besseren Verteilung des Wohlstands führen.

Momentan wurde die Initiative vom Chef der brasilianischen Zentralbank, Roberto Campos Neto, gestoppt. Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Geschäftsführer der Banco Santander behauptet, es gebe im Moment noch keine Studien zur Durchführbarkeit des Vorschlags. Andererseits schließt Campos Bolsonaros Vorschlag nicht aus, da er die bilaterale wirtschaftliche und finanzielle Zusammenarbeit für wichtig hält, da beide Länder Teil des Staatenbundes Mercosur sind.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Peter Hager

    Eine gemeinsame Währung beinhaltet enorme Chancen für Volkswirtschaften. Doch glaube ich, daß nicht einmal Brasilien dafür wirtschaftlich und politisch gefestigt genug ist, geschweige denn die anderen genannten Länder. Insbesondere Uruguay ist ein schlechter Witz, da es sich mit seiner Links Regierung im freien Fall ins Bodenlose befindet.

  2. 2
    miguel-ito

    Na, da haben sich die beiden Lider der „arrogansten“ Länder gefunden!

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