VDI setzt sich für Verwertung von Kunststoffabfällen in Schwellenländern ein

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Die britische Fotografin und Umweltschützerin, die im zentralamerikanischen Land Honduras lebt, berichtet auf ihrem Facebook-Account von irreparablen Schäden, die Menschen in den Ozeanen mit unserem Abfall verursachen (Foto: Caroline Power)
Datum: 06. September 2019
Uhrzeit: 09:43 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die zunehmende Verbreitung von Kunststoffabfällen und Mikroplastik in Flüssen und Meeren ist zu einer globalen Herausforderung geworden und erfordert umgehendes Handeln der industrialisierten Welt. Der VDI (Verband deutscher Ingenieure) setzt sich daher aktiv für einen Technologietransfer im Bereich der Kunststoffabfallverwertung in Schwellenländer ein. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickelten VDI-Experten mit Vertretern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bei einem Workshop im BMZ in Bonn Strategien, einen solchen Technologietransfer zu beschleunigen.

In einem ersten Schritt empfehlen die Fachleute einen deutschen Technologietransfer zur Kunststoffabfallverwertung nach Brasilien. Unter den zehn Flüssen, über die der Haupteintrag von Kunststoffen in die Weltmeere erfolgt, rangiert der brasilianische Amazonas auf Platz sechs. Mit einem Marktaufkommen von circa 6,6 Millionen Tonnen Kunststoffen hat Brasilien darüber hinaus ein Volumen, das unbedingt einer kontrollierten Kunststoffabfallverwertung bedarf.

Ein Technologietransfer umfasst sowohl die Einführung logistischer Sammelsysteme für gebrauchte Kunststoffverpackungen und –produkte (wie hierzulande die gelbe Tonne) als auch den Aufbau von Sortier- und Recyclingkapazitäten in Brasilien. Dazu werden vom BMZ in den nächsten Monaten die politischen Rahmenbedingungen geprüft.

Neben der weltweit besorgniserregenden Umweltbelastung weist der VDI auch auf die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme von Rohstoffabfällen in der Umwelt hin: Millionen Tonnen wertvoller Sekundärrohstoffe werden der produzierenden Wirtschaft entzogen. Nur ein anderer Einsatz von Primär- und Sekundärrohstoffen in einer Kreislaufwirtschaft kann das stoppen. Dazu müssen dringend die technologischen Errungenschaften einer modernen Kunststoffabfall- und Kreislaufwirtschaft in andere Länder transferiert werden.

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