Anhaltende Waldbrände in Bolivien: Über zwei Millionen Hektar Land zerstört – Update

brennen

"Amnesty international" forderte Evo Morales auf, unverzüglich das Dekret zur Genehmigung der Verbrennung von Waldflächen auszusetzen (Foto: Latinapress)
Datum: 10. September 2019
Uhrzeit: 16:42 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die seit August in Bolivien lodernden Brände haben inzwischen über zwei Millionen Hektar Wald- und Grünland – einschließlich Schutzgebiete – zerstört. Dies gab am Dienstag (10.) der Gouverneur der Region Santa Cruz (Osten) bekannt. In der Zwischenzeit prangerte das Verteidigungsministerium vorsätzliche Brände und Sabotage an. „Amnesty international“ forderte Evo Morales auf, unverzüglich das Dekret zur Genehmigung der Verbrennung von Waldflächen auszusetzen.

Der Umweltministerin der Regierung von Santa Cruz, Cinthia Asín, enthüllte in einer Pressekonferenz die neue Zahl der durch das Feuer verursachten Schäden (2.421 in den letzten neun Tagen) und forderte die Exekutive auf, die Erklärung des nationalen Katastrophen-Zustands auszurufen. „Mehr als zwei Millionen Hektar Wald- und Grünland sind alleine im Departement Santa Cruz verbrannt. Seit über einem Monat brennt Bolivien und die Regierung von Morales hat das Debakel noch immer nicht zur nationalen Katastrophe erklärt“, so die Ministerin.

Laut Asín befinden sich von diesen zwei Millionen Hektar etwa 900.000 in Schutzgebieten und die am stärksten betroffenen Gebiete befinden sich derzeit in Otuquis und San Matías im Osten Boliviens, das reich an Flora und Fauna ist. Umweltschützer beschuldigen die von der Regierung Evo Morales erlassenen Gesetze, die das Abbrennen von Wäldern und Weiden zur Ausweitung der Agrargrenzen fördern. Die Regierungspartei führte das Phänomen jedoch auf trockenes Wetter und Winde zurück.

Update, 11. September

Das Bürgerkomitee, in dem Dutzende von Bürgerorganisationen des Departements Santa Cruz zusammenkommen, haben den Zustand der „nationalen Katastrophe“ ausgerufen. Obwohl nur der Staat die rechtliche Befugnis hat, den „Katastrophen-Zustand“ zu erklären, hat die sogenannte Versammlung der Cruceñidad am Dienstagabend den Vorschlag des Präsidenten des Ausschusses für Santa Cruz, Luis Fernando Camacho, gebilligt. Mit dieser Maßnahme soll das Interesse der internationalen Gemeinschaft geweckt werden, die sich lieber über die Brände im rechtsregierten Brasilien ereifert.

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  1. 1
    Manuel

    Komisch, ich habe noch nichts von Demos vor der chilenischen Botschaft in Berlin mitbekommen. Ach so, Morales ist ja ein linker Koka-Bauer….der darf das natürlich. Kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. Verlogene Gesellschaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. 2
    Peter Hager

    „…vor der chilenischen Botschaft…“? Sind Sie sich da mit dem Land ganz sicher?

    • 2.1
      Manuel

      sorry, bolivianischen latürnich.

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