Vatikan finanziert erste Yanomami-Kirche in Brasilien

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Paraná-Architekten planen den Bau der ersten indigenen Kathedrale Brasiliens im Amazonasgebiet - Foto: Divulgação / Creatos Arquitetura
Datum: 25. September 2019
Uhrzeit: 17:50 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
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Die erste vom Vatikan finanzierte indigene Kirche in Brasilien wird im Herzen des Amazonas-Regenwaldes gebaut. Die technische, wirtschaftliche, funktionale und gestalterische Planung wurde von zwei Architekten aus Paraná (Süden) kostenlos durchgeführt, die Bauarbeiten sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 beginnen. „Igreja Matriz Nossa Senhora de Lourdes“ (Kirche Unserer Lieben Frau von Lourdes) soll als Zufluchtsort und Treffpunkt für die indigene Gemeinschaft der Yanomami dienen, die in der Region Maturacá nahe dem Pico da Neblina, nördlich des Bundesstaates Amazonas, lebt. Laut Pater Thiago Faccini, Berater der Bischöflichen Pastoralkommission für Liturgie in der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB), wird die Kirche kreisförmig sein (32 Meter Durchmesser und 25 Meter Höhe).

„Igreja Matriz Nossa Senhora de Lourdes“ wird eine Kapazität für etwa 500 Personen haben, 875,49 Quadratmeter und acht Seitenwände, die eine direkte Belüftung ermöglichen. Das Projekt wurde Papst Franziskus vorgelegt und Anfang dieses Jahres genehmigte Rom den Baubeginn der indigenen Kirche. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass das Gotteshaus rund 800.000 Reias kosten wird (1 Brasilianischer Real entspricht 0,24 US-Dollar), ergänzende Projekte dürften die Summe allerdings erhöhen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Bono

    Und wieder wird ein Volk seelisch vergewaltigt. Religion müsste verboten werden. Vorallem für Minderjährige!

  2. 2
    Peter Hager

    Nun, da liegen wir mit unseren Ansichten nicht weit auseinander. Ich würde Religionen nicht verbieten, aber ganz strikt in die Privatsphäre ihrer Mitglieder verweisen. Alle Religionsgemeinschaften, ohne jede Ausnahme, selbst die der Naturvölker, haben nur einen einzigen Sinn und Zweck: Vermehrung von Macht, Reichtum und sozialem Ansehen ihrer Führer. Da sehe ich nur wenig Unterschied zum Organisierten Verbrechen. Nicht selten sind sie noch schlimmer, da weitaus verlogener. Alles geschieht „im Namen Gottes“, selbst Völkermord. Mit Glauben hat das nichts zu tun. Der muß frei und persönlich sein. Sobald er organisiert wird, ist er nicht mehr im Sinne welchen Gottes auch immer, sondern eher des Satans.

    Politischer Einfluss seitens einer Religion muß absolut unterbunden werden. Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft für Minderjährige sollte gesetzlich ausgeschlossen sein. Ich betrachte es als ein Verbrechen, Minderjährige gegen deren Willen, oder gar Neugeborene ohne deren Wissen und Wahrnehmung, zwangsweise einer Religionsgemeinschaft zuzuführen. Erst recht nicht mit dem Argument, „weil das schon immer so war“! Die Krönung des Barbarismus aber ist, wenn Neugeborene chirurgisch verstümmelt werden und das als „Freiheit der Religionsausübung“ bezeichnet wird, anstatt als das was es ist: Ein perverses Verbrechen. Wer das tut, ist ein gewissenloser Gewalttäter und gehört in den Knast, egal ob seine „Gebrauchanweisung“ die Bibel, der Koran, der Talmud oder sonst was ist.

    • 2.1
      Bono

      Sie bringen es auf den Punkt.

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